Wechsel an ÖVP-Spitze im Burgenland

Der burgenländische ÖVP-Vorsitzende Thomas Steiner hat am Donnerstag seinen Rücktritt bekanntgegeben. Schon kurz nach der Landtagswahl sei ihm klar gewesen, dass er bei der nächsten Wahl nicht mehr als Spitzenkandidat zur Verfügung stehen werde, sagte Steiner. Mit ihm geht auch Landesgeschäftsführer Christoph Wolf. Neuer ÖVP-Landesparteiobmann wird der EU-Abgeordnete Christian Sagartz.

Steiner wird die ÖVP weiterhin „mit aller Kraft, die mir zur Verfügung steht unterstützen, um das Land nach vorne zu bringen“. Auf Wolf, der ebenfalls im Team der Volkspartei bleibt, folgt Patrik Fazekas. Markus Ulram wird Klubobmann. Man habe nun in der Volkspartei eine personelle Situation hergestellt, die „goldrichtig für die derzeitige Situation im Land“ sei, sagte Steiner.

Steiner und Wolf hatten ihre Funktionen als Landesparteiobmann und Landesgeschäftsführer nach der Burgenland-Wahl 2015 übernommen. Nach dem schlechtesten Abschneiden der ÖVP bei einer Landtagswahl mussten sie die Volkspartei an die Oppositionsrolle gewöhnen. Bei der Wahl am 26. Jänner wollten sie wieder den Sprung in die Landesregierung schaffen. Das gelang jedoch trotz leichter Zugewinne nicht.

Der designierte ÖVP-Landesparteiobmann Sagartz hatte erst kürzlich das Mandat von Europaministerin Karoline Edtstadler übernommen. Er wird zwischen dem Europaparlament und dem Burgenland pendeln. Er werde „der SPÖ-Alleinregierung auf die Finger schauen - konstruktiv, aber konsequent“, kündigte er bei seiner Präsentation in Eisenstadt an. Sowohl er als auch sein Vorgänger Steiner betonten den „harmonischen Übergang“, mit dem der personelle Wechsel vollzogen worden sei.

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„Mir liegen Land und Leute einfach am Herzen. Mir ist es ein Bedürfnis, für dieses Land und für die Menschen zu arbeiten“, stellte Sagartz fest. „Ich bin davon überzeugt: Unser Burgenland kann mehr“, nannte er als Leitmotiv für seine politische Tätigkeit. Das Burgenland müsse „ein Land der Talente werden“. Fleißige, engagierte Menschen hätten es verdient, dass sie die besten Chancen bekommen. Die Gesellschaft stehe vor großen Veränderungen. Er wolle „an der Spitze einer Partei stehen, die Mut macht, Perspektiven aufzeigt und die diese Herausforderungen annimmt“, sagte der Neo-Parteiobmann.


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