Der Iran wählt ein neues Parlament

Inmitten einer schweren Wirtschaftskrise und verschärfter US-Sanktionen haben im Iran am Freitag Parlamentswahlen begonnen. Die Wahl gilt als wichtiger Stimmungstest für den moderaten Präsidenten Hassan Rouhani, der seine Parlamentsmehrheit verlieren könnte. In Folge könnten die Konservativen wieder an die Macht kommen. Die Wahllokale sollen bis 18.00 Uhr Ortszeit (15.30 Uhr MEZ) geöffnet sein.

Der von konservativen Geistlichen dominierte Wächterrat hat mehr als die Hälfte der knapp 14.500 Kandidaten nicht zur Abstimmung zugelassen, darunter vor allem die moderaten Kräfte um Rouhani. Die Bevölkerung macht ihn unter anderem für die schlechte Wirtschaftslage verantwortlich, das Land leidet massiv unter den US-Sanktionen.

Es ist die erste Wahl seit der Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA im Mai 2018, für das sich Rouhani eingesetzt hatte. Besonders viele junge Anhänger des moderaten Lagers wollen aus Enttäuschung über die politische Führung gar nicht erst zur Abstimmung gehen.

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