Gemeinde kassiert künftig Standgebühren

Gemeinderat beschloss Verordnung: 5 € pro Laufmeter sind für Standln bei Festen zu zahlen, Müllsünder zahlen extra, Plastikgeschirr ist verboten.

Von Angela Dähling

Mayrhofen – Immer mehr Veranstaltungen und daher immer mehr Müll auf den Straßen, die die Gemeinde oft im Anschluss auf Steuerzahlerkosten säubern muss: In Mayrhofen hat der Gemeinderat auf diese Entwicklung reagiert und am 19. Februar eine Verordnung für Verpflegs- und Verkaufsstände erlassen. Sie diene auch als Leitfaden, da es immer wieder Anfragen gebe, was bei Veranstaltungen im Ortszentrum wie Straßenfest oder Markt zu beachten sei.

Die Standbetreiber müssen künftig 5 € Standgebühr pro Laufmeter zahlen. „Weil immer mal wieder ein Strom- oder Wasseranschluss von der Gemeinde gebraucht wird und unsere Bauhofmitarbeiter nach Veranstaltungsende die Straßen kehren müssen“, nennt Bürgermeisterin Monika Wechselberger Gründe für die Gebühren. Zudem verlangt die Gemeinde genaue Angaben zum Stand (Größe, Standort, Warensortiment), den Abschluss einer Haftpflichtversicherung und die schriftliche Zustimmung des Grundbesitzers, wenn Fremdgrund genutzt wird. Auch für die Verwendung von Tonträgern, Live-Musik und das Aufstellen von Kraftfahrzeugen wie Kühlwägen gibt es Vorschriften. Ebenso bei der Müllentsorgung: Sie fällt laut Verordnung in die ausschließliche Verantwortung des Standbetreibers. Wenn die Gemeinde die Müllentsorgung übernehmen muss, kostet das den Standbetreiber bis zu 200 €.

Zudem dürfen ausschließlich Mehrwegbecher (2 Euro Pfand) verwendet werden, auch Plastikgeschirr ist verboten. Die Verordnung, die einstimmig beschlossen wurde, ist noch nicht rechtskräftig. Bis zum Ende der Kundmachung am 6. März können Stellungnahmen eingebracht werden, die vom Gemeinderat zu behandeln sind.

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