Politischer Aschermittwoch von Wien über Ried bis Judenburg

Der Fasching nähert sich dem Ende, was wiederum den politisch Büttenredner-Tag näher kommen lässt. Der „politische Aschermittwoch“ ist seit einigen Jahren auch in Österreich eingeführt und wird vor allem von der FPÖ bespielt. Konkurrenz kommt heuer von SPÖ, DAÖ und der Linken.

Quasi das Original der politischen Aschermittwoche in Österreicher ist die Veranstaltung in der Jahn-Turnhalle von Ried, in der schon Jörg Haider mit rhetorischen Flegeleien für Aufsehen über die Grenzen hinweg sorgte. Als Heinz-Christian Strache die FPÖ übernahm, übernahm er für viele Jahre auch den Rieder Aschermittwoch.

Doch dank Ibiza gibt es keinen freiheitlichen Obmann Strache mehr, also muss ein neuer fürs Innviertel her und es ist wieder der Chef der Bundespartei, nunmehr Norbert Hofer. Unterstützung bei deftiger Bier- und Herings- sowie rhetorischer Kost erhält er von Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner.

Gegenveranstaltungen gibt es gleich zwei, eine von links, eine aus dem eigenen Lager. Die örtliche „Antifa“ veranstaltet in Wels schon traditionell als Gegenpol zum FPÖ-Event einen eigenen Aschermittwoch mit Prominenten, der allerdings durch Diskussionen und nicht durch Büttenreden geprägt ist. Heuriger Stargast ist der Vorzeigepolitiker der deutschen „Linken“, Gregor Gysi.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Ganz andere Töne werden in der Wiener Prateralm zu hören sein. Dort ist nämlich Straches neue Aschermittwoch-Location, diesmal in Kooperation mit DAÖ.

Schließlich bittet noch der frühere SPÖ-Bundesgeschäftsführer und heutige Nationalratsabgeordnete Max Lercher zu einem launigen Beginn der Fastenzeit. Seine Gäste in Judenburg sind der Vorsitzende der sozialdemokratischen Gewerkschafter Rainer Wimmer sowie die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik (SPÖ).


Kommentieren


Schlagworte