Luegbrücke: Externe Prüfung soll in Gänge kommen

Wipptaler Bürgermeister treffen heute auf die Asfinag, um über die geforderte unabhängige Prüfung des Neubauprojektes zu verhandeln.

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Anfang Dezember 2019 wurde das Brückenneubauprojekt der Grieser Bevölkerung erstmals vorgestellt. Diese will aber einen Tunnel.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – „Wir sind permanent in Gesprächen mit allen Beteiligten.“ Das versichert die Asfinag auf TT-Anfrage. Tiefgehender will man die Causa derzeit nicht kommentieren. Es geht um den Neubau der Luegbrücke der Brennerautobahn bei Gries am Brenner. Wie berichtet, will die Asfinag die längste Autobahnbrücke in ihrem Straßennetz ab dem Jahr 2021 von Grund auf neu errichten. Das Projekt, das mit rund 200 Millionen Euro veranschlagt ist und 2026 fertig sein soll, trifft bei den Regionsbürgermeistern und der Bevölkerung auf Ablehnung. Das hat auch eine Präsentation des Vorhabens Anfang Dezember in Gries gezeigt. Die Ansässigen wollen nämlich lieber einen Tunnel. Doch den lehnt wiederum die Asfinag nach einer Variantenprüfung ab. Um den Streit zu schlichten, hat unter anderem LH Günther Platter (ÖVP) eine Prüfung der Varianten durch einen externen Gutachter gefordert.

Entgegen einer Ankündigung von Planungsverbands­obmann Alfons Rastner kürzlich gegenüber dem ORF Tirol, dass die Expertengutachten noch im Gange seien, ist derzeit noch nicht einmal der hierfür nötige Experte bestellt worden, geschweige denn eine Prüfung eingeleitet. Dies könnte jedoch heute erfolgen. Treffen sich doch im Laufe des Tages Vertreter der Regionsgemeinden und Landesvertreter mit der Asfinag, um genau über diesen Punkt zu verhandeln. Offen ist, ob man sich bereits bei diesem Gespräch wird einigen können oder ob es noch weitere Runden brauchen wird. Diese könnte die Asfinag jedoch zeitlich unter Druck bringen, sollte der Brückenneubau letztlich doch wie geplant vonstattengehen. (mami)


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