Auto fährt in Rosenmontagsumzug in Hessen: Mehrere Verletzte

In Hessen ist ein Auto in einen Rosenmontagsumzug gefahren. Bei dem Unglück in Volkmarsen im Kreis Waldeck-Frankenberg sollen mehrere Menschen verletzt worden sein, wie die Polizei Kassel mitteilte. Der Fahrer des Wagens wurde demnach festgenommen. Die Ermittler konnten zunächst keine Angaben dazu machen, ob er absichtlich in die Menschenmenge fuhr oder ob es sich um einen Unfall handelte.

„Es ist noch zu früh“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei war mit einem Großaufgebot an Ort und Stelle. Sie bat darum, „keine ungesicherten Meldungen weiter zu verbreiten“. Genauere Angaben zur Zahl der Verletzten und der Schwere der Verletzungen machte die Behörde zunächst nicht. Auch zu dem festgenommenen Fahrer äußerten sich die Ermittler nicht.

Der Hessische Rundfunk berichtete unter Berufung auf einen Reporter, es gebe mehr als zehn Verletzte. Darunter seien auch Kinder. Ein Augenzeuge habe berichtet, das Auto sei etwa 30 Meter weit in die Menge gefahren, bis es zum Stehen gekommen sei. Der Fahrer habe noch Gas gegeben.

Volkmarsen ist eine Kleinstadt im Landkreis Waldeck-Frankenberg mit rund 6.800 Einwohnern. Sie ist rund 30 Kilometer von Kassel entfernt. Bereits am Sonntag hatte es nach Angaben der örtlichen Feuerwehr einen Zwischenfall bei einer Karnevalsveranstaltung in einer Halle in Volkmarsen gegeben: Wegen eines Feueralarms seien der Veranstaltungsort geräumt und der betroffene Bereich kontrolliert worden, schrieb die Feuerwehr auf Facebook. Der Grund für den Alarm sei nicht feststellbar gewesen, anschließend sei die Veranstaltung nach einer kurzen Unterbrechung fortgesetzt worden. Ob es einen Zusammenhang zwischen den Vorfällen gibt, ist unklar.

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