Coronavirus: Spitalsmitarbeiter in NÖ vorerst außer Dienst

Am Universitätsklinikum St. Pölten sind 50 Mitarbeiter vorübergehend außer Dienst. Sie hatten den Karneval in Venedig besucht, bestätigte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding einen „Krone“-Online-Bericht. Es handle sich um eine „reine Sicherheitsmaßnahme“. Zuvor waren elf Mitarbeiter des LKH Weststeiermark nach einer Italienreise vorsorglich in häusliche Quarantäne gegangen.

Die Mitarbeiter des Universitätsklinikum St. Pölten waren laut Jany auf Betriebsausflug in Venedig und sind am Wochenende heimgekehrt. Sie würden nun getestet und sollten „vorsorglich zu Hause bleiben“. Es handle sich um eine „Sicherheitsüberlegung“, unterstrich der Sprecher auf Anfrage.

Die Mitarbeiter des LKH Weststeiermark hatten den Karneval in Venedig besucht und noch im Bus bei der Heimreise die Krankenhausleitung darüber informiert, teilte die steirische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) am Montag mit. „Sensibilisiert durch die Vorsichtsmaßnahmen vor Ort sowie durch die immer dichter werdenden Nachrichten via Internet über eine Ausbreitung der Lungenerkrankung“ hätten die Mitarbeiter noch während der Heimreise den zuständigen Oberarzt informiert. Sie wollten noch vor ihrem Dienstantritt Montagfrüh Gewissheit über den richtigen Umgang, hieß es seitens der KAGes.

Um Mitternacht verfügte der Ärztliche Direktor des Institutes für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie, Klaus Vander, für die elf Mitarbeiter dann die häusliche Quarantäne: „Ich treffe lieber die präventiv richtige Entscheidung, die sich vielleicht im Nachhinein als die falsche herausstellt. Ob wir mit unseren Maßnahmen insgesamt zu vorsichtig waren, wissen wir ohnedies erst in einem halben Jahr.“

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Die KAGes betonte, dass es sich um eine „reine Vorsichtsmaßnahme“ handle. Vorstandsvorsitzender Karlheinz Tscheliessnigg sagte: „Wir haben uns zu diesen Maßnahmen entschlossen, weil wir im Krankenhaus Verantwortung für Menschen tragen, denen eine zusätzliche Infektion mit dem Covid-19 eventuell größere Probleme bereiten kann, als bislang Gesunden. Wir setzen auf größtmögliche Sicherheit, um jede denkbare Möglichkeit einer Ansteckung auszuschließen.“


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