Coronavirus-Verdacht nach Tod von Urlauberin in Kärnten

Eine 56-jährige Italienerin ist in der Nacht auf Mittwoch in einer Apartmentanlage in Bad Kleinkirchheim in Kärnten (Bezirk Spittal an der Drau) gestorben. Der Notarzt hat eine Infektion mit dem Coronavirus bei der Toten nicht ausgeschlossen, berichtete der Landespressedienst. Bei der Toten aus Friaul wurde ein Abstrich gemacht, weitere Untersuchungen wurden angeordnet.

Die Apartmentanlage wurde gesperrt, die Bewohner durften das Gebäude vorerst nicht verlassen. Sie werden ebenfalls untersucht. Die Behörden, auch die italienischen, versuchten nun herauszufinden, mit wem die 56-Jährige vor ihrem Tod Kontakt hatte.

Das Testergebnis des Verdachtsfall soll im Laufe des Tages vorliegen. Wie Gerd Kurath vom Landespressedienst auf APA-Anfrage sagte, kam die verstorbene Urlauberin aus dem Raum Udine. Sie war seit Freitag in Kärnten. Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ) appelliert an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren. „Es werden alle notwendigen Vorkehrungen und Maßnahmen gesetzt.“

Zuvor waren nach dem Bekanntwerden zweier Corona-Fälle in Tirol noch am späten Dienstagnachmittag bzw. -abend in dem Innsbrucker Hotel, in dem eine infizierte Italienerin arbeitet, insgesamt 62 Personen getestet worden. Neun davon wurden unter Quarantäne gestellt, teilte das Land am Mittwoch auf APA-Anfrage mit. Auch aus dem engen sozialen Umfeld der Erkrankten mussten drei Personen in Quarantäne.

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„Wir haben bei allen 62 getesteten Personen Untersuchungen und zur Sicherheit auch Abstrichproben vorgenommen. Zudem wurden alle Personen registriert und befragt sowie über die notwendigen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen informiert“, erklärte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber.

Alle 62 Getesteten wiesen einen guten Gesundheitszustand auf, hieß es. Jene neun, die unter Quarantäne gestellt wurden, hatten einen engen Kontakt zu der erkrankten Italienerin. „Für die zwölf Personen wurde eine Isolierung angeordnet, die zwei Wochen andauern muss und polizeilich überwacht wird. Zudem müssen die Personen für diesen Zeitraum laufend ihren Gesundheitszustand überprüfen“, erklären Landeshauptmann Günther Platter und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP). Alle Personen seien von den Behörden umfassend über das weitere Prozedere informiert worden.

(S E R V I C E - Die Coronavirus-Hotline der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) steht unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 555 621 sieben Tage in der Woche von 0-24 Uhr zur Verfügung.)


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