Wiener Donaukanal erhält neues Freizeitareal

Angekündigt wurden sie schon vor Jahren, nun sollen sie aber tatsächlich kommen: die „Schwimmenden Gärten“ am Wiener Donaukanal. Die neue Freizeitoase soll im Bereich der sogenannten Kaiserbadschleuse realisiert werden, wie die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) am Mittwoch mitteilte. Der Bereich wird zum Teil überplattet, die Benutzung soll kostenlos möglich sein.

Laut Sima ist die Fläche bis vor kurzem von einem Pächter blockiert worden - mit dem sie auch bei der Copa Cagrana im Clinch lag. Nun seien alle rechtlichen Fragen gelöst, hieß es. Das Projekt könne in Angriff genommen werden. Die Fertigstellung ist für den Spätsommer geplant.

„Ich freue mich, dass wir das Projekt endlich umsetzen können, es wird den Donaukanal weiter aufwerten, für mehr Grün und Abkühlung sorgen. Wir schaffen – im Gegensatz zu anderen Bundesländern – ganz bewusst weitere Freiflächen direkt am Wasser, an denen nicht konsumiert werden muss, sondern an denen man sich einfach entspannen kann“, betonte Sima.

Die historische Wehranlage befindet sich im Bereich der U-Bahn-Station Schottenring. Sie wurde zwischen 1904 und 1908 erbaut, wobei die Wehrkonstruktion nach dem Zweiten Weltkrieg großteils abgerissen wurde. Die Staustufe Kaiserbad war die einzige der ursprünglich drei geplanten Staustufen des Donaukanals. Der Name bezieht sich laut Rathaus auf das ehemalige Kaiserbad, das sich ursprünglich an dieser Stelle befand und 1899 abgebrochen wurde.

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Teile der Schleuse, also vor allem die Schleuseninsel im Donaukanal, bestehen bis heute. Die nunmehrige Umgestaltung der historischen Anlage sieht auch Überplattungen vor, die eine neue Verbindung zwischen der Donaukanal-Promenade und der bisher nicht benutzbaren Konstruktion schaffen.

Die neuen Brückenbereiche müssen strengsten Sicherheitsauflagen entsprechen, wurde betont. Die Schleuse steht zudem unter Denkmalschutz, was ebenfalls eine große Herausforderung für eine Nutzbarmachung darstelle, wie es hieß. Insgesamt werden 1.484 Quadratmeter Fläche dort zur Verfügung stehen. Angekündigt wurden Holzdecks, Pflanzen und Sitzmöglichkeiten am Wasser. Die Begrünung soll an Hitzetagen auch zur Abkühlung der Umgebung beitragen.


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