Blick von Außen: Eine gefährliche Kapitulationserklärung im Syrien-Konflikt

Im mittlerweile zehnten Jahr des Syrien-Konfliktes ist klar: Kriegsverbrechen bleiben ohne Folgen, die Zivilbevölkerung ist schutzlos dem Konflikt ausgeliefert. Für künftige Konflikte könnte dies verheerende Folgewirkungen haben.

© NAZEER AL-KHATIB

Von Petra Ramsauer

Vor einer „horrenden Zuspitzung der Lage in der syrischen Provinz Idlib“ warnte Mark Lowcock, der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, in einem Bericht vor wenigen Tagen. Augenzeugen hätten ihm erzählt, wie Kleinkinder und Babys in den provisorischen Zeltlagern erfrieren. Fast eine Million Menschen sind in dieser Region derzeit auf der Flucht vor der Offensive der Armee von Syriens Präsident Bashar Al-Assad. Unter den 948.000 Menschen, die seit der Eskalation der Kämpfe Anfang Dezember verzweifelt durch die Region irren, sind 560.000 Kinder. Die Lebensmittelreserven gehen zur Neige, mehr als einmal pro Tag isst hier keine Familie mehr. Es fehlen ausreichend Toiletten oder Waschgelegenheiten. 100.000 campieren im Freien, weil es nicht genug Zelte gibt. Infektionskrankheiten grassieren.

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