32 Tote bei Ausschreitungen in Indien

Nach den schwersten Ausschreitungen seit Jahrzehnten in der indischen Hauptstadt Neu Delhi ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Inzwischen seien mindestens 32 Menschen ihren Verletzungen erlegen, sagten Sprecher zweier staatlicher Krankenhäuser am Donnerstag. Dazu kämen rund 200 Verletzte. Nach Angaben der Polizei ist die Lage inzwischen unter Kontrolle.

Hintergrund der Gewalt sind massive Spannungen zwischen der Hindu-Mehrheit und der muslimischen Minderheit. Indien kommt nicht zur Ruhe, seit Premierminister Narendra Modi ein Einbürgerungsgesetz durchgedrückt hat, das nach Ansicht von Kritikern gezielt Muslime diskriminiert. Anfang der Woche gingen verschiede Gruppen mit Steinen und Stöcken aufeinander los. Sie setzten auch Moscheen, Läden, Häuser und Autos in Brand.

Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller, der diese Woche in Indien unterwegs ist, verurteilte die Gewalt. „Jegliche Differenzen müssen friedlich ausgetragen werden. Toleranz zwischen Ethnien und Religionen muss Grundlage des Zusammenlebens sein“, sagte der CDU-Politiker. Am Freitag wolle er das Thema bei seinen Gesprächen mit der indischen Regierung in Neu Delhi ansprechen.


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