Stadtteilzentrum Wilten: Aufregung um Verbot für christliche Seniorengruppe

Die neuen Regeln für das ISD-Stadtteilzentrum in Wilten, die Politik und Religion aus den Räumen fernhalten wollen, sorgen für Kritik.
© christian flatscher

Innsbruck – Die geänderten Regeln für Veranstaltungen im Stadtteilzentrum Wilten der Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) haben am Wochenende nach einem TT-Bericht für einige Aufregung gesorgt. Wie berichtet, ist wegen ebendieser neuen Regeln eine christliche Seniorengruppe nicht mehr erwünscht. Zumal der neue Kurs im Stadtteilzentrum Politik und Religion aus den Räumlichkeiten fernhalten will und es Rückmeldungen gegeben habe, wonach sich andere Besucher von den religiösen Abläufen gestört gefühlt hätten.

Für ÖVP-Stadtparteiobmann Christoph Appler ist dies „untragbar“, der Klubobmann fordert eine sofortige Rücknahme. „Es ist eine unfassbare Entgleisung, dass in Tirol Christen aus Räumen, die von der öffentlichen Hand finanziert werden, ausgeschlossen werden, weil scheinbar andersgläubige Besucher Kritik an ihrem Dasein geäußert haben“, erklärt Appler in einer Aussendung. Die Regeln der ISD-Verantwortlichen würden nicht der Integration dienen, „sie spalten vielmehr die Menschen im Stadtteil und stiften Unruhe und Unfrieden, den wir alle in unserer Gesellschaft nicht haben wollen“.

GR Gerald Depaoli (Gerechtes Innsbruck) fordert unterdessen eine Stellungnahme von BM Georg Willi (Grüne). Für ihn sei der Rauswurf „nicht nachvollziehbar“, zumal die Seniorengruppe dort über Jahre niemand gestört habe. Depaoli erklärte, man werde den Rauswurf genauestens hinterfragen. (TT)

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