EU und Briten beginnen Verhandlungen über künftige Beziehung

Die Europäische Union und ihr Ex-Mitglied Großbritannien beginnen am Montag (14.00 Uhr) in Brüssel die Verhandlungen über ihre künftigen Beziehungen. In den vergangenen Tagen hatten beide Seiten ihre jeweiligen Leitlinien für die Gespräche beschlossen. Verhandlungsführer sind Michel Barnier für die EU und Brexit-Minister David Frost für die Briten.

Die EU strebt ein umfassendes Abkommen an, das unter anderem Freihandel bei fairem Wettbewerb garantiert. Großbritannien möchte ein Freihandelsabkommen ohne Verpflichtung zur Angleichung seiner Gesetze an EU-Recht abschließen und über weitere Themen wie Fischerei oder Luftfahrt getrennt verhandeln.

Großbritannien war Ende Jänner aus der EU ausgeschieden. Nun läuft eine Übergangsphase, in der beide Seiten einen Vertrag über die künftigen Beziehungen aushandeln und ratifizieren müssen. Sonst droht zum Jahreswechsel eine ungeordnete Trennung mit weitreichenden Folgen vor allem für Wirtschaft und Handel. Der Zeitraum für die Verhandlungen gilt als extrem knapp.

Im Brexit-Vertrag, der die Übergangsfrist regelt, ist bereits eine Lösung für eine offene Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland enthalten. Die EU-Seite war zuletzt aber skeptisch, ob die vorgesehene Kontrolle von Waren, die über Nordirland nach Irland geliefert werden, auch funktionieren wird. Sie will die Vorbereitungen darauf genau verfolgen.


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