16 Coronavirus-Fälle österreichweit, ein schwerer Fall

Mit Montagvormittag ist die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen in Österreich auf 16 Personen angestiegen. Beim jüngsten bestätigten Fall, der in Wien aufgetreten ist, werde die Wiener Landessanitätsdirektion noch nähere Details bekannt geben, sagte Brigitte Zarfl, Spitzenbeamtin im Gesundheitsministerium, bei einem Pressegespräch.

Auch im Bundesland Salzburg gab es den zweiten bestätigten Corona-Fall. Beim Lebensgefährten der Frau in Fusch an der Glocknerstraße (Pinzgau), die bereits am vergangenen Donnerstag erkrankt ist, wurde das Virus ebenfalls festgestellt, teilte das Land am Vormittag mit. Die 36-jährige Wienerin dürfte sich am vorletzten Wochenende während eines Aufenthalts im norditalienischen Turin infiziert haben. Sie reiste am Mittwoch mit dem Zug von Wien aus zu ihrem Lebensgefährten in die kleine Pinzgauer Gemeinde. Die Frau, ihr Partner und zwei weitere Angehörige befinden sich seither in häuslicher Quarantäne.

Bisher seien in Österreich keine Todesfälle in Zusammenhang mit SARS-CoV-2 aufgetreten. Der überwiegende Teil der Infektionen nehme einen leichten Verlauf, als schwer gelte hingegen die Erkrankung eines 72-jährigen Patienten, der seit geraumer Zeit im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital auf der Intensivstation behandelt wird, berichtete Zarfl. Für die über das Wochenende angelaufene Informationskampagne der Behörden zur Aufklärung der Bevölkerung ortete sie großen Zuspruch.

Nach Angaben des stv. Direktors für die öffentliche Sicherheit, Franz Lang, sind derzeit rund 350 Menschen auf behördliche Anordnung „abgesondert“. Das betreffe Menschen, die in engem Kontakt mit Personen mit bestätigter SARS-CoV-S-Infektion gewesen seien, die selbst aber nicht notwendigerweise angesteckt wurden. In den allermeisten Fällen befinden sie sich in Heimquarantäne, die in verschiedenster Weise polizeilich überwacht werde. Generell seien die Betroffenen aber „sehr, sehr kooperativ“, sagte Lang. Auch die „Selbstversorgung“ mit Hilfe des Umfelds laufe sehr gut, es habe noch keiner behördlichen Unterstützung bedurft, wiewohl diese vorbereitet gewesen wäre. Am Nachmittag könnten weiters neue Informationen bezüglich des Reiseverkehrs nach und von stark betroffenen Ländern veröffentlicht werden, kündige Lang an.

(S E R V I C E - Informationen zu allgemeinen Fragen bezüglich des Coronavirus gibt es rund um die Uhr bei der Hotline 0800-555-621. Wer Coronavirus-Symptome aufweist oder befürchtet, erkrankt zu sein, soll zu Hause bleiben und unter der Telefonnummer 1450 den Rat von Experten einholen.)


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