Bausperre in St. Nikolaus geht in die Verlängerung

Um weiteren Schaden in der Charakteristik bzw. weitere Abrisse von Gebäuden in St. Nikolaus zu vermeiden, wurde im März 2019 eine einjährige Bausperre beschlossen. Diese geht in die Verlängerung.

Die Charakteristik des Innsbrucker Stadtteils St. Nikolaus soll möglichst erhalten bleiben.

Innsbruck – St. Nikolaus hat seinen Charakter. Und der soll möglichst erhalten bleiben. Das will eine Bürgerini­tiative. Das will, so scheint es, auch die Innsbrucker Stadtpolitik. Um weiteren Schaden in der Charakteristik bzw. weitere Abrisse von Gebäuden in St. Nikolaus zu vermeiden, wurde im März 2019 eine einjährige Bausperre beschlossen. Diese geht in die Verlängerung. Bis zur Gemeinderatssitzung am vergangenen Donnerstag wurde daran gefeilt, um einen neuen Bebauungsplan und die Verordnung einer Schutzzone fertig zu stellen.

Lucas Krackl (FI), Vorsitzender im Bauausschuss, bestätigt, dass neben den denkmalgeschützten Gebäuden „jetzt 71 (statt vorher zwei) charakteristische Gebäude ausgewiesen werden“. Die Bausperre selbst verlängere sich dadurch auf zwei Jahre.

Die Stadt geht ihrerseits davon aus, dass viele Einsprüche gegen die Schutzzone seitens der Eigentümer kommen werden. Deshalb gibt es insgesamt auch von gesetzlicher Seite eine zweijährige Frist. Der Entwurf des Bebauungsplans und der Entwurf der Verordnung Nr. 2.2., mit der die Schutzzone Mariahilf-Hötting-St. Nikolaus geändert wird, wurde vom Gemeinderat einstimmig abgesegnet.

Durch die Maßnahme werden die Eigentümer nicht nur zum Erhalt verpflichtet, sie bekommen auch die Möglichkeit, um finanzielle Unterstützung anzusuchen, um die Häuser zu erhalten. Eine Info-Veranstaltung dazu wird derzeit geplant. (TT, mw)

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