Pinker See im Füssener Faulenbachgebiet verblüfft

Der Gipsbruchweiher sorgt derzeit wegen seiner Farbe für Staunen. Die für die Photosynthese von Schwefelpurpurbakterien verwendeten Pigmente geben dem kleinen See die spezielle Farbe.

Alles pink: Im auch bei Außerfernern für Spaziergänge beliebten Füssener Faulenbachgebiet ist derzeit ein Naturphänomen zu beobachten.
© Manuela Weirather

Füssen – Nein, der See leidet nicht am Coronavirus. Dieser Tage ist der Scherz aus dem Mund so manches Spaziergängers am Gipsbruchweiher im Bannwaldseegebiet von Füssen, direkt an der Grenze gelegen, zu hören. Wenn der kleine See schon an etwas laboriert, dann sind es nicht Viren, sondern Bakterien – Schwefelpurpurbakterien. Ihre für die Photosynthese verwendeten Pigmente geben dem Weiher die spezielle Farbe.

In dem Gebiet wurde früher Gips abgebaut, dann füllten sich die Löcher mit Wasser. Das Phänomen der pinken Farbe sei nur alle paar Jahre zu sehen, heißt es beim örtlichen Fischereiverein. Im nahen Alatsee bei Vils befindet sich in 15 bis 18 Metern Tiefe ebenfalls eine leuchtend rote Schicht von Purpur-Schwefelbakterien. (hm)


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