Die Absicht zum Ausbau nach einem „verlorenen Jahr“

Sabine Haags Vertrag mit dem Kunsthistorischen läuft bis 2024.
© APA

Wien – Vom einstelligen Millionenbetrag bis zu mehreren hundert Millionen Euro reichen die Kosten der Ausbaupläne der auf weitere fünf Jahre (bis Ende 2024) bestellten Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums (KHM), Sabine Haag. Zu ihren zentralen Anliegen zählt Haag eine neue Eingangslösung und den Ausbau derzeit wenig benutzter Museumsfläche im zweiten Stock des Haupthauses. Ziel sei das maximale Ausschöpfen vorhandener Raumressourcen, so die Direktorin gestern im Gespräch mit Journalisten. Große Bauprojekte – etwa die unterirdische Verbindung des Haupthauses mit der Neuen Burg – wolle sie vorerst nicht aktiv angehen.

Allerdings: Noch sind Haags Pläne vornehmlich Zukunftsmusik. Gespräche über die Finanzierung der Vorhaben mit Kunst- und Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek (Grüne) stehen noch aus. „Wir hoffen auf grundsätzliches Wohlwollen“, so Haag. Zunächst gelte es aber, Planungssicherheit für die nächsten fünf Jahre sicherzustellen, so Haag. Dies habe zuletzt auch die Causa Eike Schmidt verhindert. Schmidt sollte 2019 als neuer Generaldirektor des KHM beginnen – sprang aber kurzfristig ab. „Wir haben mindestens ein Jahr verloren“, sagt Sabine Haag. Gespräche mit Sponsoren und Kooperationspartnern habe diese Situation erschwert. Als große Projekte der kommenden Monate kündigte sie für 2021 eine Tizian-Schau und die Ausstellung „Die Renaissance im Norden“ an. Die Contemporary-Schiene will Sabine Haag weiterführen. (APA, TT)

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte