Nordkorea feuerte zwei nicht identifizierte Flugkörper ab

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums zwei nicht identifizierte Flugkörper aus der Stadt Wosan an der Ostküste Richtung Meer abgefeuert. Die beiden Projektile flogen 240 Kilometer weit und hätten eine Höhe von 35 Kilometern erreicht, teilte das südkoreanische Militär am Montag in Seoul mit. Es handelte sich somit um Kurzstreckengeschoße.

Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministerium bestätigte am Montag den Waffentest. Die Geschoße seien bei Wonsan an der Ostküste abgefeuert worden und etwa 240 Kilometer weit geflogen. UN-Resolutionen untersagen der selbst erklärten Atommacht Nordkorea die Erprobung von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch atomare Sprengköpfe tragen können.

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un überwachte am Freitag Militärübungen - ein seltener öffentlicher Auftritt inmitten der Bemühungen, einen Ausbruch des Coronavirus in dem isolierten Land zu verhindern.

Kim hatte Ende des vergangenen Jahres angesichts der stockenden Gespräche mit den USA über sein Atomwaffenprogramm die Entwicklung neuer Waffen angedroht. Nordkorea hatte 2019 zahlreiche Waffentests durchgeführt und dabei auch Mehrfachraketenwerfer verwendet sowie ballistische Raketen gestartet. Solche Raketen befördern je nach Bauart konventionelle, biologische, chemische oder sogar atomare Sprengköpfe ins Ziel.

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Nordkorea hat bisher keine Fälle des Coronavirus bestätigt, aber staatliche Medien berichten, dass eine einmonatige Quarantänefrist für Menschen mit Symptomen verhängt worden sei und Maßnahmen mit „hoher Intensität“ ergriffen wurden, einschließlich verstärkter Kontrollen in Grenzregionen und auf Flug- sowie Seehäfen.


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