Zillertaler Mobilitätsplan: TVB in Sondierungsphase

In Mayrhofen sollen die TVB-Mitglieder am 28. April über das Konzept für den Zillertaler Mobilitätsplan abstimmen. Eine Website und zwei Veranstaltungen informieren.

LHStv. Ingrid Felipe und LHStv. Josef Geisler stehen hinter dem Zillertaler Mobilitätsplan, während einige Zillertaler skeptisch sind.
© Land Tirol/Clavis

Von Angela Dähling

Fügen, Zell, Mayrhofen – Ohne die Zustimmung der Tourismusverbandsmitglieder zum Zillertaler Mobilitätsplan kann die Umrüstung der Zillertalbahn von Diesel auf Wasserstoff nicht realisiert werden. Und der Zug ist nur ein Puzzleteil des umfangreichen Konzeptes, für dessen Betrieb es Geld aus dem Tourismus braucht. 1,25 Euro zusätzliche Ortstaxe, um genau zu sein. Dann könnten alle Urlauber mit Gästekarte die Öffis im Tal gratis benutzen – die TT berichtete mehrfach. Nur der TVB Tux-Finkenberg hat bis dato Ja zur Erhöhung der Nächtigungsabgabe zugunsten des Mobilitätskonzeptes gesagt. Die anderen drei TVB haben ihre Abstimmung dazu vertagt. In Mayrhofen sollen die Mitglieder am 28. April über das Konzept abstimmen. Davor wird es noch eine Aufsichtsratssitzung geben. „Wir haben gemeinsam mit dem VVT und Experten, die die Situation in Mayrhofen kennen, eine Arbeitsgruppe gebildet, um die nötigen Buskapazitäten ab Bahnhof Mayrhofen zu berechnen“, sagt Andreas Hundsbichler, Obmann des TVB Mayrhofen-Hippach. „Der neue Zug soll knapp 400 Personen Platz bieten, derzeit sind es 280. Und wir haben jetzt schon Probleme mit übervollen Bussen in die Seitentäler“, erklärt er. In zwei Wochen dürften laut ihm Ergebnisse über nötige Buskapazitäten vorliegen, wenn die Urlauber im 52.000 Betten starken Zillertal gratis mit den Öffis fahren können.

Beim TVB Zillertal Arena steht noch kein Termin für die außerordentliche TVB-Vollversammlung fest. In der Ersten Ferienregion im Zillertal soll er diese Woche festgelegt werden. „Je länger so ein Projekt dauert, umso mehr Gedanken machen sich die Leute“, sagt der dortige TVB-Obmann Ernst Erlebach. „Das Zillertal sollte schon ein positives Signal Richtung Wasserstoff geben“, meint er. „Aber was mich stört, ist, dass es nur um Elektrifizierung oder Wasserstoff ging und keine weitere Diskussion über die bestmögliche Verkehrslösung für das Tal zugelassen wird“, meint Erlebach. Er denkt dabei an eine andere Spurweite der Bahn, Erschließung der Orte durch Gondeln oder eine Schnellbahn über den Ziller. Alle Infos zum Zillertaler Mobilitätsplan gibt es bei zwei Informationsveranstaltungen: am 17. März von 16 bis 19 Uhr in der Festhalle Fügen und am 19. März von 16 bis 19 Uhr in der Mittelschule Zell am Ziller. Einen Überblick über das Gesamtkonzept findet man auf www.mobilitaetsplan.at


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