Grazer Schauspielhaus - mit Langer Nacht in den Frauentag

Der Internationale Frauentag am 8. März beginnt im Grazer Schauspielhaus schon am Vorabend: Am 7. März gibt es die Lange Nacht mit Performances, Lesungen und Clubbing. 27 Organisationen haben sich heuer unter dem Motto „0803 statt 0815 - Internationaler Frauentag“ zusammengeschlossen, um gemeinsam Projekte zu verwirklichen. Im Mittelpunkt steht neben der Langen Nacht die Demonstration am 8. März.

Am Internationalen Frauentag ist gemeinsam mit dem Kooperationspartner Elevate eine Diskussion zum Thema „Feminismus 2020* - was verbindet uns (noch)?“ im Forum Stadtpark geplant. Außerdem sind zwischen dem 3. und dem 13. März weitere Veranstaltungen an der Universität Graz, im GrazMuseum, im Grätzltreff Geidorf, im Afro-Asiatischen Institut und an anderen Orten geplant. „Das Patriarchat ist seit tausenden von Jahren und bis heute strukturell, systemisch und systematisch in unserer Gesellschaft verankert. In diesem System sind Frauen per se nicht gleichberechtigt“, meinte Schauspiel-Intendantin Iris Laufenberg. Auf dem Weg zur Gleichberechtigung brauche man „mutige, ausdauernde und mitwissende Mitstreiterinnen und Botinnen“.

Die Finanzierung der umfassenden Aktivitäten erfolgt in erster Linie durch das Referat für Frauen und Gleichstellung der Stadt Graz, verantwortet durch Frauenstadträtin Judith Schwentner (Grüne), die selbst vergangenes Jahr Gast der Langen Nacht im Schauspielhaus war: „Der Internationale Frauentag soll in Graz sichtbar machen, was leider noch immer zu oft übersehen wird. Nämlich die Tatsache, dass wir Frauen auf allen Ebenen - und das nicht nur im Schauspielhaus - mitmischen können und werden.“ Gerade in der „männerdominierten Grazer Stadtpolitik haben wir allerdings noch einiges zu tun, bis die Stadt tatsächlich gerecht verwaltet, gestaltet und verteilt ist.“

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