China meldet Rekordtief bei neuen Coronavirus-Fällen

Chinas Behörden haben am Dienstag ein Rekordtief bei der Ausbreitung des Coronavirus vermeldet. Am Montag wurden im ganzen Land 125 neue Coronavirus-Fälle bestätigt, was der niedrigste Wert seit der Veröffentlichung landesweiter Statistiken im Jänner ist. Auch die Zahl der Todesopfer sank auf 31. In Südkorea wurden indes 600 neue Fälle verbucht. Die USA kündigten rigorose Einreisekontrollen an.

Am Sonntag hatte es in China landesweit noch 202 neue Coronavirus-Fälle und 42 Tote gegeben. Erneut wurden alle Todesfälle im Epizentrum der Krankheit verbucht, der Provinz Hubei. Dort sank die Zahl der neuen Fälle von 196 auf 114. Insgesamt sind damit 2.934 Menschen in China an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Die Gesamtzahl der Infektionen erreichte mit Montag 80.151.

Das wahre Ausmaß der Epidemie in China scheint aber unklar, da die Zählweise der nachgewiesenen Infektionen mehrfach geändert wurde, was sich auch spürbar auf die amtliche Statistik auswirkt. Wie das chinesische Magazin „Caixin“ berichtete, können beispielsweise Personen, die nachweislich infiziert sind, aber keine Symptome der Krankheit zeigen, seit Anfang Februar nicht mehr als neu bestätigte Ansteckungen mitgerechnet, sondern anderweitig aufgelistet werden. Dabei können solche Personen auch ansteckend sein. Die Änderung hat eine Diskussion unter Experten ausgelöst.

In Südkorea steigt die Zahl der neuen Coronavirus-Fälle hingegen weiterhin stark an. Am Montag gab es 600 positive Testungen, teilte die koreanische Gesundheitsbehörde mit. Drei Menschen verstarben an der neuartigen Lungenkrankheit, womit insgesamt 34 Tote in dem asiatischen Land verbucht wurden. Insgesamt sind in Südkorea 4.812 Coronavirus-Fälle bestätigt worden.

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In Italien wurden am Montag sogar 18 Coronavirus-Tote verbucht. Damit sind in dem südlichen Nachbarland Österreichs bereits 54 Menschen an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben. Es gab aber auch positive Nachrichten. So wurde am Montag bekannt gegeben, dass die ersten Kranken aus dem Sperrgebiet Lodi in der Lombardei genesen sind. Sie hätten die Intensivstation des Mailänder Krankenhauses „Sacco“ verlassen, teilten die Behörden der Lombardei mit. In der norditalienischen Region waren weiterhin 478 Menschen im Krankenhaus, davon 127 auf der Intensivstation.

Die USA wollen die Einschleppung des Virus durch eine weitere Verschärfung von Kontrollen verhindern. US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Montagnachmittag (Ortszeit) in Washington, dass Flugreisende aus Italien und Südkorea in die USA ab Dienstag „zu 100 Prozent“ kontrolliert würden. Je nach Entwicklung der Fälle würden auch die - etwa für China geltenden - Einreisebeschränkungen auf weitere Länder ausgeweitet.

Die USA hatten am Mittwoch vier weitere Coronavirus-Todesfälle vermeldet. Bei der überwiegenden Mehrheit der Infizierten handelt es sich um Personen, die sich im Ausland angesteckt haben, so auch bei der ersten Patientin in New York, die zuvor im Iran gewesen war.

In Österreich haben sich bis Montagabend 18 Personen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, die Hälfte davon in der Hauptstadt Wien. Bei den vier am Montag bestätigten Fällen handelte es sich um eine Wienerin, einen Salzburger, einen Grazer und eine Mürztalerin. In Vorarlberg, Oberösterreich, dem Burgenland und Kärnten gibt es weiterhin keine bestätigten Coronavirus-Fälle.

Rund 350 Personen befanden sich in behördlicher Absonderung, weil sie in engerem Kontakt mit Patienten waren. Insgesamt wurden bisher in Österreich über 2.100 Tests durchgeführt. Der überwiegende Teil der Infektionen nehme einen leichten Verlauf, als schwer gelte hingegen die Erkrankung eines 72-Jährigen, der seit geraumer Zeit im Wiener Kaiser-Franz-Josef-Spital auf der Intensivstation behandelt wird.

In Deutschland stieg die Zahl der Infizierten unterdessen weiterhin an. In Bayern kamen 13 Fälle hinzu, in Berlin zwei. In den ostdeutschen Bundesländern Brandenburg, Thüringen und Sachsen wurden erstmals Ansteckungen bestätigt. Insgesamt stieg die zahl der erfassten Fälle in Deutschland auf rund 170.

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