Tourismusschule Villa Blanka: Zuwächse nach Krise

Neues Konzept und Investitionen ließen Schülerzahlen wieder steigen. Ziel sei „Exzellenz auf allen Ebenen“.

Villa-Blanka-Direktorin Sabine Wechselberger (Bildmitte) mit Schülerinnen und Schülern.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck –Die Spirale an der Villa Blanka, der weit über Tirols Grenzen hinaus bekannten Tourismusfachschule, hatte sich immer weiter nach unten gedreht, die Schülerzahl fiel von früher 500 auf nur noch etwa 200 – aus Gründen der Demografie und wegen des Trends zu höherer Bildung, wie es hieß.

Die Verantwortlichen der Villa Blanka (Träger sind die Wirtschaftskammer sowie die Fachgruppen Gastronomie und Hotellerie) entschieden sich zu einem neuen Schulkonzept. Zudem wurde ein millionenschweres Investitionspaket geschnürt, sagt Sabine Wechselberger, die vor drei Jahren die Direktion übernahm. Mittlerweile gebe es mit 250 wieder um ein Viertel mehr Schülerinnen und Schüler, ab Herbst wolle man bereits wieder bei 280 bis 300 liegen. Ursprüngliches Ziel sei es gewesen, nach fünf Jahren wieder auf die Marke 300 zu kommen. Ziel sei es, „die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu stellen, eine extreme Praxis-Orientierung zu bieten und Exzellenz in allen Bereichen zu garantieren“, betont Wechselberger.

Drei Viertel der Schülerinnen und Schüler absolvieren die fünfjährige Ausbildung. Angeboten würden die drei Bereiche International (mit drei Fremdsprachen), Office Digital (mit großem EDV-Schwerpunkt) und Touristal (die „klassische“ Ausbildung fürs Hotel- und Tourismus-Management). In der dreijährigen Ausbildung wird eine „kulinarische Meisterklasse“ zusammen mit Haubenköchen als Paten angeboten.

In drei Baustufen wurden und werden insgesamt 9,3 Mio. Euro investiert, neben der Kammer zahlen auch Land und Bund mit. Den Jugendlichen biete man Ausbildung in einem Campus mit vielfältigen Freizeitangeboten bis hin zu Yoga, Zumba und Ballsport. „Das kommt hervorragend an“, so Wechselberger. Zum Schulgeld von 170 Euro im Monat kommen Heimkosten von 680 im Standard- und 730 Euro im Komfortzimmer (zehnmal im Jahr).

Den Jungen biete man viele Aufgaben und Reisen nach Europa, zudem habe man Kooperationen etwa mit dem ÖSV, der Tirol Werbung, Swarco. Bei Olympia (von Sotschi bis nach Rio) und der Ski-WM in Seefeld etwa sorgte die Villa Blanka für den Service. (va)


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