Kitzbühel-Präsident Zeh: „Die Fans haben uns beflügelt“

Vor dem heutigen letzten AHL-Saisonspiel in Feldkirch blickt Volker Zeh auf die bewegende Eishockey-Saison des EC Adler Kitzbühel zurück.

Die Adler mit Josi Riener (blau) wollen gegen Feldkirch jubeln.
© www.muehlanger.at

Von Benjamin Kiechl

Kitzbühel – Mit einem 4:0-(0:0, 2:0, 2:0)-Sieg gegen die Fassa Falcons verabschiedeten sich die Adler Kitzbühel am Montagabend von ihren Fans im Sportpark Kitzbühel. Bei der Heim-Gala durften die Adler über den sechsten Sieg in Serie und ein Shutout von Stefan Ridderwall jubeln. Den Einzug ins Playoff hatte man als Dritter der Qualirunde bereits vor dem letzten Saisonspiel heute gegen Feldkirch verpasst.

Bei Präsident Volker Zeh überwog dennoch der Stolz auf seine Truppe. Süffisant merkte er an, dass die Saison sogar „etwas länger als bei den Haien“ gedauert habe. Dass es mit dem Einzug ins Playoff nicht geklappt habe, sei ein Wermutstropfen. Der Sport rückte bei den Adlern in dieser Saison jedoch in den Hintergrund. „Der Tod unseres Torhüters hat uns aus der Bahn geworfen“, blickte Präsident Zeh auf die Tragödie im Oktober zurück, als Goalie Florian Janny einer Gewalttat zum Opfer fiel. Was Zeh jedoch beeindruckt hat, war, dass die Mannschaft nie aufgegeben hat. „Der Charakter war sensationell, wir haben bei jedem Spiel gekämpft bis zum Schluss.“ Man sei zudem gut in die Saison gestartet, bis die „Voll-Katastrophe“ alles verändert hat. „Was die Mannschaft durchgemacht hat, kann sich niemand vorstellen.“

Präsident Volker Zeh r.) setzt weiter auf Coach Franzen.
© alpinguin

Der Blick des rührigen Präsidenten ist nach vorne gerichtet, der Optimismus ungebrochen. Gegen Feldkirch wolle man heute „zur Attacke“ blasen und den siebten Sieg in Folge einfahren. Erfreut zeigte sich der Deutsche über die steigenden Zuschauerzahlen (am Montag waren 650 Fans dabei). „Die Fans haben uns in der Saison beflügelt, wir sind alle enorm zusammengewachsen.“

Nach einem gemeinsamen Vereinsabend am Donnerstag starten die Planungen für die neue Saison. Trainer Charles Franzen bleibt, wie berichtet, an Bord. „Er ist ein toller Mensch und ein wahrer Glücksgriff“, lobte Zeh.


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