Es rumort im Tiroler Basketball: Trainerwechsel bei den Raiders

Kufstein Towers peilen die zweite Bundesliga an – Felix Jambor nicht mehr Raiders-Trainer.

© Kufstein Towers

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Mitten im Abstiegskampf, nach dem wohl wichtigsten Sieg der Saison, hat mit so etwas keiner gerechnet: Die Swarco Raiders Basketballer und Trainer Felix Jambor gehen getrennte Wege. Eine zugleich überraschende wie merkwürdige Personalentscheidung, die offiziell aus „privaten Gründen“ erfolgt ist. Jambor selbst, der im Vorjahr als Heilsbringer geholt wurde, brachte mehr Schatten denn Licht in die Sache: „Wir haben Stillschweigen vereinbart über die Gründe der Trennung. Nach der Saison kann ich mehr erzählen.“

Vonseiten der Raiders hieß es, man sei „sehr dankbar“ und bedauere das frühe Ende der Zusammenarbeit. Amir Medinov übernimmt als Trainer: Es kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Innsbrucker spielen derzeit im Play-down der zweiten Bundesliga gegen den letzten Platz, mit dem Sieg gegen Deutsch-Wagram sieht es aber nach Klassenerhalt aus.

Dafür macht sich mit den Kufstein Towers ein anderes Tiroler Team bereit für die zweite Bundesliga. Fünf Siege in der Westliga mit einer Korbdifferenz von 246, acht Erfolge in der Tiroler Landesliga mit einem Plus von 345 Körben – macht in Summe 13 Siege aus 13 Spielen mit sage und schreibe 591 erzielten Punkten mehr als die Gegner. Bei diesen Zahlen zweifelt kaum einer daran, dass sich die Festungsstädter den Meistertitel in beiden Ligen holen werden. Und das soll erst der Anfang sein.

„Wir haben uns für die zweite Bundesliga angemeldet und nehmen den Aufstieg in Angriff. Die Saison ist bisher sehr gut gelaufen“, sagte Obmann Michael Pilger. Das Bundesliga-Mindestbudget von 50.000 Euro ist gesichert. Ebenso wie das Aufstiegs-Playoff: Die Kufsteiner spielen (unabhängig vom Landesliga-Titel) gegen die UBSC Graz Juniors und Vienna United um das Ticket für die Relegation mit dem Letzten der zweiten Bundesliga, der wohl Deutsch-Wagram sein wird.


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