Teilstücke der Südosttangente werden generalsaniert

Die nächsten Großbaustellen auf der Südosttangente (A23) stehen vor der Tür: Ab Montag beginnt die Sanierung der Hochstraße St. Marx, dem drei Kilometer langen Teilstück zwischen der „gesperrten Ausfahrt Simmering“ und dem Knoten Prater. Die Baustelle bringt Sperren von Auf- und Abfahrten sowie Tempo 60 im Baustellenbereich. Weiter gehen die Arbeiten beim Knoten Kaisermühlen.

„Insgesamt werden in den nächsten zwei Jahren zehn Kilometer der Tangente saniert“, kündigte Andreas Fromm, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH, am Dienstag an. Insgesamt werden 156 Mio. Euro in die nun startenden Vorhaben investiert. Die Arbeiten sind ein durchaus komplexes Unterfangen, denn immerhin ist die 18 Kilometer lange Tangente Österreichs meist befahrene Autobahn. Streckenweise sind dort mehr als 200.000 Fahrzeuge täglich unterwegs.

Mit dem Sanierungsprojekt Tangente Neu wurde 2007 begonnen. Dabei wird die Autobahn, die größtenteils in den 1970er-Jahren erbaut wurde, „Stück für Stück auf den neuesten Stand der Technik“ gebracht.

Nun ist jedenfalls die Hochstraße St. Marx an der Reihe. Diese führt nicht nur über 32 Brücken, sondern auch durch mehrere Bezirke: Landstraße, Favoriten und Simmering. Am Montag wird mit der Baustelleneinrichtung begonnen. Bis Ende 2022 soll es eine „Rundumerneuerung“ geben, wie Fromm es nannte. Dies betrifft nicht nur die Brücken, sondern auch zehn Auf- und Abfahrten, die zwei Anschlussstellen Gürtel und St. Marx, 400 Beleuchtungskörper und nicht zuletzt die Fahrbahn selber. Die „gesperrte Ausfahrt Simmering“ - dabei handelt es sich um eine geplante Anschlussstelle zur Südostautobahn (A3) - wird teilweise abgerissen und umgebaut. Sie steht danach ausschließlich Einsatzkräften zur Verfügung. Zusätzlich wird der Lärmschutz entlang der Strecke erneuert und verbessert.

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Die Bauarbeiten werden natürlich auch Auswirkungen auf die Autofahrer haben. Die gute Nachricht zunächst: „Wir schränken die Fahrstreifen zu den Spitzenzeiten nicht ein“, so Fromm. Die schlechte: Es wird zeitweise Sperren der diversen Auf- und Abfahrten bei den Anschlussstellen Gürtel/Landstraße und St. Marx geben. Ein Farbleitsystem soll den Autofahrern helfen, zeitig während der Sperren und wechselnden Fahrbahnführungen die richtige Spur zu finden.

Einige Kilometer weiter auf der Tangente, beim Knoten Kaisermühlen, findet sich die nächste Großbaustelle: Hier geht die Generalsanierung ab 15. April weiter. In Summe werden in diesem Bereich zehn Brücken, elf Überkopfwegweiser, alle Auf- und Abfahrten, 350 Beleuchtungskörper und die Fahrbahn erneuert. Insgesamt dauern die Arbeiten dort bis Ende 2021.

Auch hier gilt: Grundsätzlich sollen alle Fahrspuren offen bleiben, werden aber im Fall des Falles nach links oder rechts verschwenkt. Einzige Ausnahme: Aus dem Norden kommend stehen heuer von Stadlau bis zur Abfahrt Ölhafen/ Lobau nur zwei statt drei Fahrbahnen zur Verfügung. Zusätzlich müssen im Sommer an vier Wochenenden Auf- und Abfahrten gesperrt werden. Hier sollen allerdings örtliche Umleitungen eingerichtet werden.

Baustelle Nummer drei befindet sich auf der Praterbrücke: Hier wird von 6. April bis längstens Ende Mai einen Fahrbahnübergang getauscht. Die Arbeiten erfolgen in der Nacht, tagsüber wird die Baustelle mit einer Spezialkonstruktion abgedeckt. So soll es tagsüber keine Spursperren geben.

Ziel der Bauarbeiten ist es, für mehr Fahrkomfort und Verkehrssicherheit zu sorgen. Fromm erwartet zwar, dass das Verkehrsaufkommen steigen wird, aber neue Fahrspuren auf der Tangente seien nicht geplant, wie er auf Nachfrage sagte. Einzig ein Pannenstreifen bei der Anschlussstelle Gürtel werde gebaut.

Fromm richtete auch einen Appell an die Autofahrer: „Meine Bitte an alle Verkehrsteilnehmer ist, sich im Baustellenbereich verantwortungsvoll zu verhalten. „ Das heißt: Das vorgegebene Tempolimit müsse beachtet, das Reißverschluss-Prinzip angewendet werden. Unnötige Brems- und Ausweichmanöver seinen gefährlich und würden oft zu Rückstaus führen. Das Tempolimit im Baustellenbereich Hochstraße wird überdies mittels einer Multi-Section-Control überwacht - nicht nur auf der Hauptfahrbahn selbst, sondern auch auf den Zu- und Abfahrten. „Wir haben gesehen, wenn es zu keinen Unfällen kommt, kann der Verkehr gut durch die Baustellen fließen“, so der Asfinag-Manager.


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