„Knackarsch“, „Schnitzelgesicht“: Keszler entschuldigt sich

Der Ex-Life-Ball-Organisator Gery Keszler hat sich für seinen Tiefschlag gegen die Wiener Politik entschuldigt - konkret für die „beleidigenden Sätze“ bei Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) und ÖVP-Obmann, Finanzminister Gernot Blümel. Sie seien einer „unkontrollierten Wut“ geschuldet - ausgelöst durch „die verletzenden Anwürfe der fundamentalistischen Hardliner aus der Homosexuellen-Community“.

Die Vorgeschichte: Kezler trat am vergangenen Samstag am Parteitag der Wiener ÖVP auf. Dies führte zu Kritik aus LGBTIQ- Community. So ortete die Homosexuelle Initiative (HOSI) einen „Akt der Selbstinszenierung auf Kosten der Interessen von Österreichs Lesben, Schwulen, Bisexuellen, transgender, intergeschlechtlichen und queeren (LGBTIQ-)Menschen“, wie sie in einer Aussendung wissen ließ. In einem Facebook-Kommentar, der schließlich auf Twitter die Runde machte, geriet Keszler schließlich in Rage. Die Nachricht startete mit „Cool bleiben Mädels!“

Dann schrieb er unter anderem, dass er „Blümel bei seinem Knackarsch lieber hab, als Ludwig bei seinen (sic!) verschlagenen Schnitzelgesicht“. Und weiter: „Er und ein Teil seiner Helden haben am Life Ball alles verraten, wofür die SPÖ steht“. Zudem sei es falsch, dass er sich den Opernball „durch die ÖVP erschleichen“ wolle. Denn: „Dieser Job wird vom roten Bogdan Roszic (eigentlich Roscic, designierter Staatsoperndirektor, Anm.) ehrenamtlich vergeben, das könnte ich mir gar nicht leisten.“

Keszler distanzierte sich schließlich - ebenfalls in einer Facebook-Mitteilung - von seinen Aussagen. „Spätestens seit Donald Trump wissen wir, dass Twitter (sic!), die in der Nacht geschrieben wurden, bei Tageslicht ihre Gültigkeit verloren haben und sogar noch ins Gegenteil gerutscht sind. Nun, mit Postings in facebook um 2 Uhr Früh, kann das durchaus auch passieren. Ich möchte mich keinesfalls vom gesamten Text meines nächtlichen postings auf einem anderen facebook Profil distanzieren, aber ich möchte mich für die unqualifizierten und beleidigenden Sätze bei Michael Ludwig und Gernot Blümel entschuldigen.“

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Mit seinem Auftritt am Parteitag der Wiener Türkisen wollte er „lediglich eine mir dargebotene ausgestreckte Hand ergreifen. Auch auf die Gefahr hin, dass ich enttäuscht werde, weil ich ja immer schon als Erster versuchte eine Brücke in unserer Gesellschaft für ein besseres miteinander zu bauen“. Er betonte außerdem, dass er durch seinen Auftritt nicht verpflichtet worden sei, der Partei beizutreten, „so wie ich auch keiner anderen Fraktion beigetreten bin oder werde“.


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