Mittlerweile 90.900 Coronavirus-Fälle in 73 Ländern

Weltweit haben sich laut dem Berliner Robert Koch-Institut inzwischen rund 90.900 Menschen in 73 Ländern nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Allein China hat nach offiziellen Angaben 80.280 Infizierte. „Das Geschehen verlagert sich etwas weg von China, und der Rest der Welt wird vermehrt betroffen“, teilte das Institut am Dienstag mit.

Seit Montag seien in China offiziell 115 Fälle hinzugekommen, in den restlichen 72 Ländern 1.700 Fälle. Es handle sich weiterhin um eine dynamische und ernst zu nehmende Situation. In China flacht die Kurve der Neuinfektionen aber ein wenig ab. Insgesamt sind 2.934 Menschen in China an der neuartigen Lungenkrankheit gestorben.

In Österreich gab es bis Dienstagabend 24 bestätigte Infektionsfälle, in Deutschland wurden bisher 188 Fälle bestätigt. Die Gefahr für die Bevölkerung in Deutschland werde aktuell als „mäßig“ eingeschätzt.

In Italien stieg die Zahl der Toten 79 gestiegen. Die Zahl der infizierten Personen stieg von auf 2.264, am Montag waren es noch 1.835 gewesen, geht aus Angaben des italienischen Gesundheitsministeriums hervor. 160 Patienten sind wieder genesen.

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Spanien meldete den ersten Todesfall durch das Coronavirus. Der Patient sei bereits am 13. Februar in einem Krankenhaus in Valencia gestorben, sagte die örtliche Behördenvertreterin Ana Barcelo Chico. Aber erst nach seinem Tod sei bei ihm eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen worden.

Die Zahl erfasster Sars-CoV-2-Infektionen in Südkorea stieg auf mehr als 5.000. Die Gesundheitsbehörden meldeten im Verlauf des Dienstags über 800 weitere Fälle, bei denen sich Menschen mit dem Erreger der Lungenkrankheit ansteckten. Die Gesamtzahl erreichte 5.186 - so viele wie nirgendwo sonst außerhalb Chinas. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem neuen Coronavirus in Verbindung gebracht werden, stieg im Vergleich zum Vortag um fünf auf 31. Präsident Moon Jae In sagte, das gesamte Land befinde sich „in einem Krieg gegen eine Infektionskrankheit“.

Die USA wollen unterdessen die Einschleppung des Virus durch eine weitere Verschärfung von Kontrollen verhindern. US-Vizepräsident Mike Pence sagte in Washington, dass Flugreisende aus Italien und Südkorea in die USA ab Dienstag „zu 100 Prozent“ kontrolliert würden. Je nach Entwicklung der Fälle würden auch die - etwa für China geltenden - Einreisebeschränkungen auf weitere Länder ausgeweitet. Die USA hatten am Montag vier weitere Coronavirus-Todesfälle vermeldet. Bei der überwiegenden Mehrheit der Infizierten handelt es sich um Personen, die sich im Ausland angesteckt haben.

Italien zeigt sich unterdessen wegen der zunehmenden Zahl von Ländern, die Einreiseverbote für seine Bürger wegen der Coronavirus-Epidemie verhängen, befremdet. „Es irritiert uns, zu erfahren, dass einige Länder unsere Mitbürger im Ausland ohne Kriterien zurückweisen“, protestierte der italienische Außenminister Luigi Di Maio. „Wir werden auf sinnlose Einreiseverbote reagieren. Italien ist ein Land, das Respekt verdient und verlangt“, sagte Di Maio im Interview mit der italienischen Tageszeitung „La Stampa“.


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