Felbertauernstraße: Raneburg-Galerie wird früher fertig als geplant

Die Felbertauernstraßen AG baut auf etw­a 1200 Metern Seehöhe seit 2017 um mehr als neun Millionen Euro eine neue Lawinengalerie. Bis Jahresende soll sie fertig sein.

Im Bereich Raneburg gingen immer wieder Lawinen auf die Felbertauernstraße ab. Die neue Galerie soll mehr Sicherheit bringen.
© FAG

Von Catharina Oblasser

Matrei i. O. – Noch wird auf dem Weg von Matrei bis zur Mautstation der Felber­tauernstraße gebaut. Auf etw­a 1200 Metern Seehöhe laufen seit 2017 die Arbeiten an der neuen Raneburg-­Galerie. Mehr als neun Millionen Eur­o kostet der Bau, der den stark lawinengefährdeten Abschnitt der Mautstraße sicherer machen wird. Das ist auch gut so, denn allein über den Bereich Raneburg laufen sechs Lawinenstriche. Die neue Galerie ist 638 Meter lang und das größte Einzelbauvorhaben in der 53-jährigen Geschichte der Felbertauernstraße.

Die gute Nachricht: Noch heuer soll alles Wesentliche fertig werden, sagt der technische Leiter der Straßen AG, Michael Köll. „Der vorige Sommer war sehr baugünstig, deshalb liegen wir vor dem Zeitplan.“

Schon bisher war es Ziel der Gesellschaft, dass der Verkehr durch die Arbeiten möglichst nicht behindert wird, und das ist auch meist gelungen. Bis auf wenige Ausnahmen sei man ohne Ampelregelung ausgekommen, sodass die Fahrzeuge die Baustelle auf je einer Spur pro Fahrtrichtung passieren konnten, erklärt Köll. Beim Bauabschnitt des heurigen Jahres sei das schwieriger: „Der nördlichst­e Teil ist ziemlich schmal, da werden wir den Verkehr zeitweise nur einspurig vorbeileiten können“, kündigt der technische Leiter an. Bis zur Hauptreisezeit im Sommer soll das Gröbste aber vorbei sein.

Die alte Galerie, die nun ersetzt wird, stammt noch aus der Entstehungszeit der Felbertauernstraße, schildert Karl Poppeller, der Vorstand der Straßen AG. „Wir haben vor dem Neubau darüber diskutiert, ob die neue Galerie auf drei Spuren verbreitert werden soll, sind aber davon abgekommen.“ Der Grund: Eine dritte Spur hätte viel größere Kosten mit sich gebracht, höhere Mauteinnahmen sind hingegen nicht in Sicht. „Die Frequenzen waren in letzter Zeit immer ungefähr gleich“, sagt Poppeller. Und das Wetter macht den Straßenbetreibern auch immer wieder einen Strich durch die Rechnung, wie zum Beispiel im November 2019. Damals musste die Straße wegen der starken Schneefälle über Tage gesperrt bleiben, was natürlich zu Mautausfällen führt.

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