Causa Chorherr - Derzeit Ermittlungen gegen 22 Verdächtige

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt in Zusammenhang mit Spenden an jenen Schulprojekts-Verein, dem einst der frühere Planungssprecher der Wiener Grünen, Christoph Chorherr, vorstand, inzwischen gegen 22 Verdächtige. Eine Sprecherin der Behörde hat der APA einen entsprechenden Bericht der ORF-Sendung „Wien Heute“ bestätigt.

Insgesamt handelt es sich um eine unbekannte und 19 namentlich bekannte Personen sowie zwei Verbände, gegen die nun Verfahren laufen. Die Zahl ist damit zuletzt angestiegen. Noch im vergangenen September waren lediglich acht Betroffene im Visier der WKStA gestanden. Wobei schon damals betont wurde, dass sich die Anzahl immer wieder ändern können.

Ermittelt wird seit mehr als zwei Jahren wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs, der Bestechlichkeit und der Bestechung. Nähere Details wurden von der Anklagebehörde vorerst nicht genannt. Auch die Dauer des Verfahrens ist offen. Allerdings wurde bereits ein Teilvorhabensbericht erstellt, wie der APA mitgeteilt wurde.

Der ehemalige Grün-Politiker Christoph Chorherr war 2017 mit einer Anzeige konfrontiert worden. Im Mittelpunkt der Causa stehen Spenden von Immo-Unternehmern an den Verein „s2arch“, der 2004 gegründet wurde und sich Schul- und Bildungsinitiativen in Südafrika widmet. Chorherr hat stets bestritten, dass Gelder seine politischen Tätigkeiten beeinflusst hätten.

Wie Chorherr im Interview mit „Wien Heute“ ausführte, werden nun alle Spender des Vereins befragt. Er zeigte sich jedoch „befremdet“ darüber, dass diese als Beschuldigte geführt werden, bevor sie aussagen. Er zeigte sich überzeugt, dass das Verfahren bald eingestellt werde.


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