Vincent Bueno will mit Retrofunk ins ESC-Finale

Österreich geht heuer mit einem eingängigen Retro-Funksong ins Tournament des 65. Eurovision Song Contest in Rotterdam. Unter dem Titel „Alive“ versucht Vincent Bueno mit einer Up-Tempo-Nummer Europas Sangeskrone zu erobern. Vorgestellt wurde das Lied erstmals am Mittwoch, bevor die offizielle Weltpremiere am Donnerstag um 7.40 Uhr im „Ö3 Wecker“ stattfindet.

Entstanden ist die mit R‘n‘B-Elementen durchsetzte, ohrwurmträchtige Nummer in der Tradition eines Bruno Mars bereits im Sommer, bevor Autor Vincent Bueno sie nun mit einem jungen Team finalisiert hat. „Es war mir sehr wichtig, diesen Song mit jungen Künstlern zu erarbeiten, die es drauf haben“, umriss Bueno das Konzept.

Allzu viel wolle er über die Performance in Rotterdam noch nicht verraten. An mangelndem Bewegungstalent wird ein österreichischer ESC-Sieg 2020 jedenfalls nicht scheitern, hat Bueno doch das Konservatorium der Stadt Wien absolviert und dort eine Musicalausbildung abgeschlossen. „Es wird ein bisschen gedanct“, verriet der 34-Jährige zumindest. Momentan finde noch die Endauswahl für die fünf Performer statt, die mit ihm den ESC rocken sollen.

Angetan von der flotten Nummer zeigte sich der ORF-Experte und ZiB-Moderator Jürgen Pettinger mit Verweis auf das Ausscheiden Österreichs 2019 in Tel Aviv: „Damit ist die Post-Song-Contest-Depression vom letzten Mal offiziell beendet.“ Den positiven Geist der Nummer hob auch ORF-Fernsehdirektorin Kathi Zechner heraus: „Vince ist ein Österreicher, der zeigt, dass Österreich die Welt ist.“ Was ihn von den meisten Menschen unterscheide, sei, dass er den Mut habe, auf die riesige ESC-Stage zu gehen. „Ich würde auf der Bühne ohnmächtig umfallen - abgesehen davon, dass ich nicht singen kann“, zollte Zechner Bueno ihren Respekt.

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

ORF1-Channelmanagerin Lisa Totzauer strich indes die einigende Wirkung des Events hervor: „Der Song Contest versammelt die ganze Familie: Die coole Tante, den schrulligen Onkel, die Oma und den Opa.“ Und allesamt bediene man diese mit dem heurigen Beitrag: „Wir haben mit Vincent Bueno eine echt coole Sache am Start.“

Noch steht Bueno allerdings bis Ende März auf der Bühne des Wiener Metropols - in der Rolle des Vince im 1970er-Jahre-Musical „Rock My Soul“. Der 14. Mai ist dann der Stichtag für den 34-Jährigen, wenn er mit „Alive“ im 2. Halbfinale die Bühne der Veranstaltungshalle Rotterdam Ahoy in der niederländischen Hafenstadt betritt. Dann gilt es, unter die ersten Zehn zu kommen, um ein Finalticket für den 16. Mai zu ergattern.

Den Wettbewerbsdruck ist Bueno aber in jedem Falle gewohnt, hat der in Wien aufgewachsene Sohn philippinischer Eltern doch bereits 2008 im ORF das Castingformat „Musical! Die Show“ gewonnen, war 2009 bei den „Dancing Stars“ auf Platz 7 gekommen und musste sich 2016 in der heimischen ESC-Vorausscheidung Zoe geschlagen geben. Platz 1, Platz 7 und Platz 2 - alles Reihungen, die im Falle des Song Contests für Jubel in Österreich sorgen würden.


Kommentieren


Schlagworte