Teheran lehnt Forderungen der IAEO nach Zugang zu Anlagen ab

Der Iran hat Forderungen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO bzw. IAEA) nach Zugang zu bestimmten Anlagen zurückgewiesen. Teheran sei nicht verpflichtet, den IAEO-Kontrolloren Zugang zu gewähren, wenn diese sich auf „erfundene Informationen von Geheimdiensten“ stützten, erklärte der iranische Botschafter bei der IAEO, Kazem Gharib Abadi, am Mittwoch in Wien.

Die IAEO hatte Teheran am Dienstag in einem Bericht vorgeworfen, ihren Vertretern den Zugang zu zwei Standorten verweigert zu haben. Im Zusammenhang mit den Anlagen gebe es „einige Fragen über möglicherweise nicht angegebenes Nuklearmaterial und nukleare Aktivitäten“, hieß es in dem Bericht.

Das 2015 in Wien geschlossene internationale Atomabkommen soll den Iran am Bau einer Atombombe hindern und unterwirft sein Nuklearprogramm internationaler Kontrolle. Die USA hatten den Vertrag im Mai 2018 einseitig aufgekündigt und wieder Sanktionen gegen Teheran verhängt.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien versuchen, das Abkommen noch zu retten. Doch zieht sich der Iran inzwischen selbst schrittweise aus der Vereinbarung zurück - auch weil die EU ihr Versprechen nicht erfüllen konnte, die wirtschaftlichen Folgen der US-Strafmaßnahmen aufzufangen. Das Abkommen hängt nur noch an einem seidenen Faden.

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