VSV und Linz überraschten zum Auftakt im EBEL-Play-off

Der VSV und die Black Wings Linz sind am Mittwoch mit überraschenden Auswärtssiegen ins Play-off der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gestartet. Die Villacher setzten sich zum Viertelfinal-Auftakt bei Grunddurchgangssieger Red Bull Salzburg mit 2:1 durch. Die Linzer behielten in Klagenfurt bei Titelverteidiger KAC gar mit 6:3 die Oberhand.

Einen Favoritensieg feierten die Vienna Capitals mit 3:2 zu Hause gegen die Graz 99ers. Der HCB Südtirol, das Topteam nach der regulären Saison, besiegte Znojmo mit 3:1. Die „best of seven“-Serien werden bereits am Freitag mit getauschtem Heimrecht fortgesetzt.

Den Auswärtssieg in Salzburg sicherte sich der VSV mit einer soliden Defensivleistung. Anton Karlsson brachte die Villacher nach Zuspiel von Martin Ulmer in Führung (32.). Nur 25 Sekunden nach dem Ausgleich durch Connor Brickley überwand Chris Collins den als wertvollsten Spieler (MVP) der Liga ausgezeichneten Salzburg-Goalie Jean Philippe Lamoureux mit einem platzierten Schuss ins Kreuzeck (42.).

Die Salzburger vermochten danach auch ein 95-sekündiges 5:3-Überzahlspiel nicht zu nutzen, kamen in dieser Phase nur zu zwei Torschüssen. VSV-Goalie Brandon Maxwell war nicht mehr zu bezwingen. Die Bullen hatten als zweites Team den Viertelfinalgegner wählen dürfen - und wurden zum Auftakt von der Truppe von Neo-Coach Rob Daum bestraft. „Es ist ein Spiel und die Serie ist lang“, beruhigte Salzburg-Trainer Matt McIlvane nach seinem ersten Play-off-Spiel.

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Auch Daums Ex-Team aus Linz landete einen etwas überraschenden Sieg - und das in eindrucksvoller Manier. Rick Schofield (37./PP, 57./Empty Net) und Samuel Fejes (46., 54./SH) trafen jeweils im Doppelpack. Der KAC lag nur im Mitteldrittel voran, nachdem Marcel Witting (25.) und Lukas Haudum (34.) die frühe Linzer Führung durch Dan DaSilva (17./PP) umgedreht hatten.

Schofield verzeichnete nicht weniger als vier Scorerpunkte. Für die erste Sturmlinie der Black Wings, die produktivste der Liga, traf auch Torjäger Brian Lebler (42.). Den Klagenfurtern gelang durch Andrew Kozek nur noch das 3:4 (49.). Der KAC verlor damit bereits sein viertes Heimspiel in Folge. Die Linzer haben nun vier der fünf Saisonduelle mit dem Meister für sich entschieden.

Die Capitals dagegen nahmen ihre Form ins Play-off mit, feierten ihren vierten Erfolg in Serie. Alex Wall brachte die Wiener bereits nach 24 Sekunden mit einem abgefälschten Schuss auf die Siegerstraße. Danach avancierte Powerplay-Spezialist Riley Holzapfel zum Matchwinner. Der Kanadier traf für den Finalisten der Vorsaison zweimal in Überzahl (42., 52.). Erst überlistete er mit einem Haken auf engem Raum Graz-Goalie Cristopher Nihlstorp, dann war er per Abstauber nach einem Schuss von Wall erfolgreich.

Graz gelang durch Dominik Grafenthin zweimal der Anschlusstreffer (48., 59.). Am Ende setzte es für die 99ers, die schon gegen Ende der regulären Saison Probleme offenbart hatten, aber die sechste Niederlage in Serie.

Der HCB Südtirol landete vor 3.000 Zuschauern gegen Znojmo den achten Sieg in Folge. Die nächsten Play-off-Partien in Bozen dürften allerdings ohne Zuschauer über die Bühne gehen müssen. Nach einem Regierungsbeschluss vom Mittwoch müssen Sportveranstaltungen in Italien wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorerst bis 3. April ohne Publikum stattfinden.


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