Kalifornien erklärt Ausnahmezustand wegen Coronavirus

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist im US-Staat Kalifornien der Ausnahmezustand erklärt worden. Gouverneur Gavin Newsom teilte am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Sacramento mit, dass 53 Infektionen im bevölkerungsreichsten Staat der USA bestätigt worden seien. Wenige Stunden zuvor war das erste Todesopfer durch das Coronavirus in Kalifornien bekanntgegeben worden.

Es handelte sich um den ersten Todesfall außerhalb des Staates Washington, in dem das Coronavirus in den USA als erstes festgestellt worden war. Dort sind bereits zehn Menschen an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben.

Der US-Kongress beschloss indes die Freigabe von Finanzmitteln in Höhe von 8,3 Milliarden Dollar (7,47 Mrd. Euro) im Kampf gegen das Coronavirus. Demokraten und Republikaner erzielten am Mittwoch eine entsprechende Einigung, wie Parlamentspräsidentin Nancy Pelosi mitteilte. Das Repräsentantenhaus stimmte daraufhin mit 415 zu 2 Stimmen für das Nothilfegesetz.

Der Senat sollte am morgigen Donnerstag Grünes Licht für die Vorlage geben. Vertreter der republikanischen Mehrheit im Oberhaus des US-Parlaments haben bereits Zustimmung signalisiert. Das Gesetz sieht drei Milliarden Dollar für die Entwicklung von Therapien und Impfstoffen vor. 2,2 Milliarden Dollar sollen für präventive Maßnahmen bestimmt sein. 435 Millionen Dollar sind für Hilfe im Ausland vorgesehen.

Für Empörung sorgt unterdessen Geschäftemacherei mit der Angst vor dem Virus. Auf der Handelsplattform Amazon wurde eine Schachtel mit kleinen Handdesinfektionsflaschen, die normalerweise für 10 Dollar verkauft werden, für 400 Dollar gelistet, schrieb US-Senator Edward Markey in einem Brief an den Handelsriesen. Markey forderte Amazon auf, solchen Preisen einen Riegel vorzuschieben.


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