Flotter Octavia muss an die Leine

Kurz vor Weihnachten stellte Škoda seine neueste Kompaktwagen-Generation vor – nun legt der tschechische Hersteller mit dem sportlichen RS-Derivat nach: Dieses nutzt erstmals Plug-in-Hybridtechnik.

Die RS-Technologie und -Philosophie ist nicht nur für den Combi reserviert, sondern auch für die Limousine.
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Salzburg – Natürlich erfreut sich Škoda seines zunehmenden Erfolges mit dem erstaunlich frischen SUV-Sortiment. Gleichzeitig lässt die Marke einen jahrzehntelangen Bestseller nicht außer Acht, wohlwissend, dass der Octavia im Vorjahr der am meisten verkaufte Neuwagen in Österreich war und damit sogar den Dauerrivalen VW Golf vom Thron stieß.

Für dieses Frühjahr hat sich allerdings der Nachfolger angekündigt – die zugehörige Weltpremiere fand im Spätherbst in Tschechien statt. Schon damals ließ Škoda aufhorchen, denn erstmals wird es den Octavia nicht nur mit Benzin-, Diesel- und Erdgasantrieben geben, sondern auch mit Mildhybridtechnik und mit Plug-in-Hybridtechnik. Ein ganz besonderes Schmankerl hatte Škoda dabei für die Präsentation auf dem Genfer Autosalon reserviert. Nach der Absage der Messe entschied sich das Management dazu, eine virtuelle Pressekonferenz einzuberufen, um die neue Octavia-RS-Generation vorzustellen – erstmals als Plug-in.

RS-Kunden müssen umdenken: Auch der Lithium-Ionen-Speicher will geladen werden.
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Beim Octavia RS iV kooperieren ein 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner und ein Elektromotor, um eine Systemleistung von 245 PS zu erzielen. Allein der Elektromotor generiert vom Stand weg ein beachtliches maximales Drehmoment von 330 Newtonmetern. Das Systemdrehmoment beträgt 400 Newtonmeter. Im Sportmodus stellt Škoda eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 7,3 Sekunden in Aussicht, moderiert von einer Sechsgang-Doppelkupplung. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 225 km/h angegeben. Eine Progressivlenkung und eine gattungstypische Verwendung eines Sportfahrwerks unterstützen das dynamische Fahren.

Dank der Verwendung eines Lithium-Ionen-Akkus mit einer Kapazität von 13 Kilowattstunden ist ein rein elektrisches Fahren bis zu 60 Kilometer möglich. Im kombinierten Modus beläuft sich der durchschnittliche CO2-Ausstoß auf ca. 30 Gramm je Kilometer. Sowohl Limousine als auch Combi sind als Octavia RS iV darstellbar.

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Ab Werk fährt der Octavia RS iV auf speziell gefertigten 18-Zoll-Alurädern, rote Bremssättel beteiligen sich an der Verzögerung. Der Grill, die Air Curtains und der Diffusor sind in Schwarz gehalten; für die Limousine gibt es einen schwarzen Heckspoiler, für den Combi einen in Wagenfarbe gehaltenen Dachspoiler. Innen gibt es Sportsitze, Alcantara-Elemente und Alupedalerie.

Etwas zurückhaltender ist eine zweite Plug-in-Hybrid-Konfiguration für den Octavia. Hier beträgt die Systemleistung immer noch recht üppige 204 PS, das Systemdrehmoment beläuft sich auf 350 Nm. Mit Sechsgang-Doppelkupplung arbeitet auch dieser Octavia iV, der genormte CO2-Ausstoß liegt einmal mehr bei ca. 30 Gramm je Kilometer.

Schließlich gibt es noch zwei eTec-Mildhybrid-Benzinmotoren (110, 150 PS), die mit Riemenstartergeneratoren und 48-Volt-Teilbordnetz funktionieren.


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