Dacia entdeckt den Strom

Mit dem Spring Electric zeigt die Renault-Tochter, wohin die Reise geht.

Spring Electric: Das Elektroauto von Dacia ist noch als Concept Car ausgeführt.
© Werk

Wien – Der Mutterkonzern hat schon einiges vorgelegt, was die Elektromobilität anbelangt. Renault stellt mit dem Zoe einen der meistverkauften Stromer der Welt, Allianz­partner Nissan mit dem Leaf ebenso. Und Dacia? Das Label konzentrierte sich bisher mit nahezu unschlagbaren Preis-/Leistungs-Kombinationen, verknüpft natürlich mit kleineren Verbrennungsaggregaten. Teure E-Lösungen schlossen sich daher bisher aus.

Doch in Zeiten des Klimawandels und drohender EU-Strafzahlungen wegen zu hoher CO2-Flottenemissionen muss auch Dacia umdenken. Mit dem Spring Electric, einem Showcar, zeigt das Label, wohin die Reise gehen könnte. Ziel von Dacia ist aber auch hier: Der Preis muss erschwinglich sein.

Der Spring Electric ist so konzipiert, dass sein Akku mit einer WLTP-Reichweite von 200 Kilometern den Stadtverkehr und die Mobilität in Ballungsgebieten abdecken kann. Äußerlich sind hohe Bodenfreiheit und ein SUV-artiger Karosserieaufbau festzustellen, dazu großzügig ausgeschnittene Radhäuser, markante Seitenschweller, eine sympathische Front.

Gut möglich, dass Dacia mit dem vom Spring Electric abgeleiteten Serienmodell, das voraussichtlich 2021 auf den Markt kommen wird, einen weiteren Publikumshit landen wird. Dass die Marke, die seit 15 Jahre bei uns Präsenz zeigt, nicht mehr wegzudenken ist, belegen mehrere Zahlen. Allein in Österreich hat die Renault-Tochter im Vorjahr fast 10.000 Autos neu zugelassen – fast ein Drittel davon ging aufs Konto des SUV Duster, ein Viertel davon waren Sandero. Weltweit gewann Dacia in 15 Jahren beeindruckende 6,5 Millionen Kunden. (hösch)


Kommentieren


Schlagworte