Neue Yaris-Generation im Sommer

Voraussichtlich im September rollt Toyotas neue Kleinwagen-Generation zu den Händlern. Wohl etwas später wird das neue kleine SUV auf den Markt kommen, das die Japaner in Bälde vorstellen wollen.

Ganz schön dynamisch unterwegs: Der wuchtige Kühlergrill, interessante Sicken, ausgestellte Radhäuser und ein ansehnliches Heck kennzeichnen den neuen Yaris.
© Werk

Brüssel – Einiges hatte sich Toyota für den Genfer Autosalon vorgenommen: Ende Februar kündigte der japanische Autohersteller an, nicht nur eine Weltpremiere zu zeigen, sondern gleich auch fünf Europapremieren. Der Coronavirus machte der Auto­branche jedoch einen Strich durch die Rechnung – damit platzte die Präsentation eines neuen, kleineren Sport Utility Vehicles. Die Enthüllung wird wohl bald folgen, allerdings vermied es Toyota, auf einer virtuellen Pressekonferenz das neue Fahrzeug vorzustellen. Diesen Weg überließ das Unternehmen der Konkurrenz.

Gleichwohl gibt es eine Menge zu berichten, denn von den in Aussicht gestellten fünf Europapremieren ist schon einiges bekannt: Den GR Yaris mit Allradantrieb und den GR Supra mit neuem Einstiegsmotor hat der Produzent ebenso schon früher vorgestellt wie die Plug-in-Hybrid-Variante des Kompakt-SUV RAV4 und die zweite Generation des Wasserstoff-Brennstoffzellenfahrzeugs Mirai. Schließlich hätte Toyota noch die neue Generation des Yaris ins Rampenlicht gerückt.

Der Kleinwagen, der bei uns im Spätsommer in den Handel gelangt, basiert auf einer völlig neuen technischen Plattform (GA-B). Diese Entscheidung bringt unter anderem einen frischen Design-Stil und ein neues Motorenport- folio mit sich. So erwähnt Toyota in diesem Zusammenhang einen Dreizylinder und die vierte Generation des hauseigenen Hybridsystems.

Die technische Entwicklung macht sich auf alle Fälle bezahlt. Zwar büßt der neue Yaris gegenüber seinem Vorgänger fünf Millimeter Länge ein – gleichzeitig wächst aber der Radstand um fünf Zentimeter. Das bedeutet mehr Platz für die Fahrgäste und das Gepäck, außerdem dürfte auch der Fahrkomfort besser werden. Auch bei der Höhe spart der Yaris ein, er baut vier Zentimeter niedriger. Da die Sitzpositionen aber tiefer sind, gibt es keine Einbuße für die Kopffreiheit, beteuert der Produzent.

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Ein weiterer Vorteil der GA-B-Plattform ist die Formensprache. So frech ist der Kleinwagen Yaris noch nie aufgetreten – mit erstaunlich großem Kühlergrill, tief eingeschnittenen Nebellampen, scharf gezeichneten Frontscheinwerfern, extrem geschwungener Motorhaube, seitlichen Sicken und betonten Seitenschwellern.

Der Generationenwechsel macht sich zudem im Innenraum bemerkbar. Mehrere hochauflösende Bildschirme erhellen das Armaturenbrett, auch ein Head-up-Display ist für den Kleinwagen lieferbar. Besonderes Augenmerk hat Toyota zudem auf die Entwicklung des Hybridantriebs gelegt, zumal der Hersteller betont, dass er bisher weltweit über 14 Millionen Hybridfahrzeuge an den Kunden gebracht habe. Allein 500.000 davon waren Yaris Hybrid, die sich in Europa verkauft haben. Für den Neuen stellt Toyota nun eine Leistungsverbesserung um 15 Prozent bei einer Verbrauchsreduktion um 20 Prozent in Aussicht. Dabei nimmt Toyota Abschied von der Verwendung des Nickelmetall-Hydridakkus – an dessen Stelle tritt ein Lithium-Ionen-Speicher.


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