Putin spricht mit Erdogan in Moskau über Eskalation in Idlib

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist zu Gesprächen über den zuletzt eskalierten Bürgerkrieg in Syrien nach Moskau abgereist. In der russischen Hauptstadt trifft er an diesem Donnerstag seinen Amtskollegen Wladimir Putin. Bei dem Gespräch wollen die Politiker erörtern, wie die Krise in der nordwestsyrischen Rebellenhochburg Idlib eingedämmt werden kann.

Erdogan hatte gesagt, dass er auf eine „Waffenruhe“ oder andere Lösungen hoffe. Russland ist in dem Bürgerkrieg die Schutzmacht der syrischen Regierung. Die Türkei unterstützt in der Region Rebellen, darunter islamistische Gruppen. Ankara hatte 2018 mit Moskau ein Abkommen geschlossen, um in Idlib eine Deeskalationszone einzurichten.

In den vergangenen Wochen war aber das syrische Militär mit russischer Unterstützung weiter in dem Gebiet vorgerückt. Hunderttausende Menschen sind vor syrischen und russischen Angriffen auf der Flucht in Richtung türkische Grenze. Die Türkei, die bereits Millionen syrische Flüchtlinge beherbergt, hatte mehrfach gewarnt, dass sie einen weiteren Flüchtlingszustrom nicht werde bewältigen können und wollen.

Bei Luftangriffen in der syrischen Provinz Idlib sind unterdessen mindestens 14 Menschen getötet und etwa 20 Personen verletzt worden. Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete am Donnerstag von 15 Zivilisten, die bei dem Angriff in der Kleinstadt Maarat Misrin getötet worden seien. Etwa 18 weitere Menschen seien verletzt worden.

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