Vom Tornado bis zum Womanizer: Was die Feuerwehr Mieming 2019 erlebt hat

Feuerwehr Mieming blickt auf außergewöhnliche Einsätze im vergangenen Jahr zurück.

Die Ehrengäste, u. a. BM Franz Dengg (stehend r.), begrüßten fünf Kameraden (kniend) mit absolvierter Grundausbildung in ihrer Mitte.
© FF-Mieming

Mieming – Als „eine besondere Erfahrung“ stuft die FF Mieming einen Einsatz Ende März letzten Jahres ein, als der Bericht über den Brand eines „Womanizer“-Liebesspielzeugs im Internet veröffentlicht wurde. Dieser entwickelte sich in den Medien zu einem Selbstläufer. Nach Berichten in mehreren Printmedien sowie via Radio- und Fernsehstationen wurde in kürzester Zeit österreichweit und international über den Vorfall berichtet. Das Feuer­wehrkommando hatte in diesen Tagen alle Hände voll zu tun, um den Journalisten Auskünfte und Interviews zu geben. Insbesondere in sozialen Netzwerken wurde das Ereignis kommentiert und geteilt. Selbst der Hersteller des Erwachsenenspielzeugs wurde auf die Berichterstattung aufmerksam und nahm Kontakt auf.

Als einer der arbeits­intensivsten Einsätze geht der 12. August 2019 in die Geschichte der FF Mieming ein. Nachdem ein Tornado gegen zwei Uhr Früh mehrere Wirtschaftsgebäude teilweise und zwei Wohnhäuser komplett abgedeckt hatte, wurde Sirenenalarm ausgelöst. Mehrere Kameraden hatten bereits aufgrund verlegter Straßen Schwierigkeiten, ins Feuerwehrhaus zu gelangen.

Nach den Sicherungsmaßnahmen in der Nacht wurde bei Tagesanbruch mit Hilfe der Drehleitern aus Telfs und Silz mitgeholfen, die Aufräumarbeiten zu erledigen. Damit nicht genug, kippte gegen 15.30 Uhr ein vollbeladener Betonmischwagen auf der Mötzer Landesstraße um. Nach der Bergung konnt­e gegen ein Uhr Früh der Einsatz beendet werden.

Die Mieminger Feuerwehr wurde zu insgesamt 139 Einsätzen gerufen, davon 103 technische Alarmierungen und 24 Brandeinsätze. Im vergangenen Jahr wurden 58 Übungen abgehalten und 49 Kurse besucht. (top)


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