Angriff auf Politiker in Kabul - Taliban dementieren

Bei einer Gedenkveranstaltung mit hochrangigen afghanischen Politikern in Kabul ist es am Freitag zu einem bewaffneten Angriff gekommen. Laut Innenministerium wurde mehr als ein Dutzend Verletzte in die Krankenhäuser gebracht. Von Todesopfern war zunächst nichts bekannt. Alle hochrangigen Politiker sollen sich in Sicherheit befinden. Die Taliban dementierte, für den Angriff verantwortlich zu sein.

Auch der Regierungsgeschäftsführer Abdullah Abdullah nahm nach Angaben seines Sprechers an der Zeremonie zum Gedenken an einen verstorbenen politischen Führer in der Früh teil. „Das Ziel des Angriffs war nicht klar, aber Dr. Abdullah ist jetzt an einem sicheren Ort“, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Während einer Eröffnungsrede seien Schüsse und Explosionen zu hören gewesen.

Die USA und die radikalislamischen Taliban hatten am Wochenende ein Abkommen unterzeichnet, das den Weg für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan und für einen Abzug der US-Truppen aus dem Land ebnen soll. Allerdings gab es seither bereits dutzende Taliban-Angriffe. Am Dienstag sollen laut Plan erste Gespräche zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban beginnen.

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