Gerichtsstreit um Balkon: „Es geht nicht um die Weihnachtsdekoration“

Dass der Teil der Fassade des Hauses in der Dr.-Glatz-Straße nicht mehr dekoriert wird, ist nur eine Folge der Gerichtsurteile.
© Hofer

Innsbruck – In der Causa rund um den so genannten „Weihnachtsbalkon“ in der Innsbrucker Dr.-Glatz-Straße sieht sich Helmuth Schönbichler, eine der beiden Streitparteien, zu Unrecht dem Vorwurf ausgesetzt, es geh­e ihm darum, die Dekoration verhindern zu wollen. Seine Klage habe sich nie gegen den Schmuck an der Fassade und dem Verbindungsgang gerichtet. Vielmehr ging es dabei in einem ersten Punkt darum, gerichtlich feststellen zu lassen, dass es sich bei besagtem Laubengang nicht um eine Privatfläche der anderen Streitpartei, sondern um eine Fläche der Wohnungseigentums­gemeinschaft handelt. Genau das hat das Gericht auch in beiden Instanzen bestätigt – ebenso wie die Tatsache, dass dort ein Schloss zu Unrecht angebracht worden war und zu entfernen ist.

In einem zweiten Punkt stellte das Gericht fest, dass „im Bereich dieses Ganges jegliche Ablagerung von Gegenständen und sohin die Nutzung dieser Fläche als Abstellplatz zu unterlassen“ ist.

„Es geht nicht um die Weihnachtsdekoration“, betont Helmuth Schönbichler einmal mehr. Das Gericht habe mit seinem Urteil daher weder gegen den Schmuck entschieden, noch der Dekoration einen Riegel vorgeschoben. (np)

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