Leichter Anstieg der Coronavirus-Fälle in Österreich

In Österreich sind mit Stand Freitag, 8.00 Uhr, 47 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Das zeigten die Zahlen, die in der Früh auf der Homepage des Gesundheitsministeriums veröffentlicht wurden. Das bedeutet einen leichten Anstieg von drei Betroffenen. In Wien wurde wegen zwei Verdachtsfällen eine Volksschule gesperrt.

Die meisten Fälle wurden bisher in Wien und Niederösterreich registriert. Von den 47 Fällen waren 17 aus der Bundeshauptstadt und 15 aus Niederösterreich, wie Detlef Polay, Sprecher des Einsatzstabs im Innenministerium, berichtete. In Salzburg, Steiermark und Tirol waren es je vier Fälle. In Vorarlberg, Oberösterreich und Kärnten je ein Fall. Somit ist nun nur noch das Burgenland frei von SARS-CoV-2.

Am Landesklinikum Korneuburg wurde eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet. Die Frau war im Labor tätig, bestätigte Bernhard Jany von der Landeskliniken-Holding einen Bericht des ORF Niederösterreich. Sie habe keine Patientenkontakte gehabt. Die Frau weise leichte Symptome auf und befinde sich in häuslicher Quarantäne. Etwa 30 ihrer Kollegen müssten derzeit ebenfalls zu Hause bleiben. Dabei handle es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, sagte der Sprecher.

Eine Volksschule in der Galileigasse in Wien-Alsergrund wurde wegen zwei Coronavirus-Verdachtsfällen im Lehrkörper gesperrt. Die beiden möglicherweise infizierten Lehrerinnen wurden mittlerweile getestet. Nach Vorliegen der Ergebnisse im Laufe des Tages werden weitere Veranlassungen getroffen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsstadtrats Peter Hacker. Die Schließung wurde von den Gesundheitsbehörden in Abstimmung mit der Bildungsdirektion veranlasst. Von der Vorsichtsmaßnahme sind rund 200 Schüler und 35 Lehrpersonen betroffen.

Am Gymnasium Stockerau (Bezirk Korneuburg) wurde ein Mädchen positiv auf das Virus getestet. Mitschüler in der Klasse der Infizierten und Lehrer befinden sich nach Angaben aus dem Büro von Niederösterreichs Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) vom Freitag in häuslicher Quarantäne. Sollten Symptome auftreten, würden sie ebenfalls getestet.

Die Befürchtung, dass eine Lehrerin einer Schule in Mellau (Bregenzerwald) mit dem Coronavirus infiziert sein könnte, bestätigte sich vorerst nicht. Der durchgeführte Test brachte ein negatives Ergebnis, informierte die Landespressestelle. Damit wurde der Unterricht an der Schule regulär um 8.00 Uhr aufgenommen. Bei der Lehrerin handelt es sich um die Mutter des Mannes, der am Donnerstag als erster Vorarlberger Coronavirus-Patient ins LKH Hohenems gebracht wurde. Als Kontaktperson eines Infizierten muss die Mutter nun aber trotzdem zwei Wochen in Quarantäne verbringen.

Zuvor setzte das österreichische Außenministerium die Sicherheitsstufe aufgrund der dortigen Entwicklung des Coronavirus für Südkorea und den Iran auf die höchste Stufe hinauf - das bedeutet eine volle Reisewarnung für die beiden Länder, wie Außenministeriums-Sprecher Peter Guschelbauer bestätigte. Die Reisewarnung werde „aufgrund der besonders rapiden Ausbreitung des Coronavirus in diesen beiden Ländern“ ausgesprochen, erklärte Guschelbauer. Das bedeutet, dass vor Reisen dorthin dezidiert gewarnt wird und Österreicher, die sich dort aufhalten, dringend ersucht werden, sich unverzüglich mit der zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde in Verbindung zu setzen. Im Land lebenden Österreichern wird dringend empfohlen, es zu verlassen.


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