Nationalpark Hohe Tauern zieht immer mehr Besucher an

Schulprogramme und Rangertouren des Nationalparks Hohe Tauern in Osttirol erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Und im Juli beginnt wieder die Ausbildung zum Senior-Ranger, die sehr gefragt ist.

Winterwandern mit den Nationalpark-Rangern ist eine beliebte Alternative zum Skifahren.
© NPHT/Asslaber

Von Catharina Oblasser

Lienz, Matrei i. O. – Schneeschuhwandern, Wildtier­beobachtung, Lernen in der Wasserschule oder Vollmondtouren: Das Angebot des Nationalparks Hohe Tauern ist im Sommer wie im Winter vielfältig. Zuletzt sind besonders die Winterveranstaltungen immer beliebter geworden, erklärt LHStv. Ingrid Felipe. Sie ist zugleich Vorsitzende des Nationalpark-Kuratoriums im Tiroler Anteil des größten derartigen Schutzgebiets Mitteleuropas.

„Es gibt erfreuliche Fakten“, erklärt Felipe bei einem Besuch in Lienz. „Wenn man den Winter 2018/19 mit dem Winter 2019/20 vergleicht, so haben wir Besucherzuwächs­e von 40 Prozent bei Schulprogrammen, von 30 Prozent bei Rangertouren und von sechs Prozent bei Veranstaltungen.“ Obwohl die Winter­saison 2020 noch bis Ende April dauert, könne man das aufgrund von Buchungen jetzt schon sagen.

Die Wasserschule in St. Jakob im Defereggen feiert heue­r ihr 20-jähriges Bestehen, und auch da sprechen die Zahlen für sich, meint Nationalpark-Direktor Hermann Stotter. „Pro Jahr kommen zwischen 3000 und 3500 Kinder in die Wasserschule, um den richtigen Umgang mit dieser wertvollen Ressourc­e zu lernen“, sagt Stotter. 83.000 Kinder nahmen in den letzten 20 Jahren an Kursen teil. Die Klimaschule, die für Klimaschutz und nachhaltigen Lebensstil sensibilisieren soll, besteht seit zehn Jahren. Auch sie zieht viele Besucher an, mehr als 25.000 waren es seit der Gründung.

Wildtierbeobachtung startet im Juni

St. Jakob i. D. – Am 20. Jun­i ist es so weit: Da wird der neue Wildbeobachtungsturm in St. Jakob feierlich eröffnet. Das 22 Meter hohe hölzerne Bauwerk steht im Oberhauser Zirbenwald und bietet die Chance, Bartgeier, Hirsch oder Murmeltier zu sehen. Dafür wird ein neuartiges Hochleistungsfernrohr ins­talliert, das zugleich eine Kamera ist und die Bilder auf das eigene Handy übertragen kann. Ein Themenweg zu Wald und Wildnis führt vom Parkplatz durch den Zirbenwald bis zum Beobachtungsturm. (co)

Die Nationalpark-Ranger, die als fixe Mitarbeiter des Parks Wanderungen und Führungen veranstalten, bekommen regelmäßig Kollegen: Einerseits die Junior-Ranger, das sind 12- bis 14-Jährige, die jeden Sommer zwei Wochen Nationalpark-Luft schnuppern. Andererseits sind das die Senior-Ranger: Menschen im Pensionsalter, die fit und naturbegeistert sind und zu Spitzenzeiten aushelfen. Fünf davon sind zurzeit tätig. „Es gibt viele ältere Personen, die sich dafür interessieren“, sagt Hermann Stotter. „Deshalb bieten wir ab Juli wieder die zwei Jahre dauernde Ausbildung zum Senior-Ranger an.“ Gefragt ist bei den Kandidaten gute Kondition, Ausdauer und Lernbereitschaft.

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In den Nationalpark-­Gremien gab es in den letzten Tagen eine Änderung: Der Nußdorf-Debanter Bürgermeister Andreas Pfurner ist neuer Vorsitzender des Fonds-Beirates. Aufgabe des Beirats ist die Vorbesprechung von Beschlüssen, die das Kuratoriu­m fasst.


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