Festival Nextcomic zeichnet heuer „Rollenbilder“

Das Festival Nextcomic von 12. bis 21. März in Linz, Traun, Leonding und Steyr steht heuer unter dem Titel „Rollenbilder 2020“. Die zwölfte Ausgabe wartet mit 40 Ausstellungen und Werken von über 180 Künstlern auf. Es werden rund 10.000 Besucher erwartet, die bei weitgehend freiem Eintritt die ganze Palette der Comics, Mangas, Graphic Novels, Cartoons und Illustrationen erkunden können.

„Es ist ein Mitmach-Festival“, betonte Gründer Gottfried Gusenbauer bei der Programmpräsentation am Freitag in Linz. Daher binde man auch Schulen ein, es gibt Workshops und die Möglichkeit selbst kreativ zu sein. Und es gehe auch darum, Querverbindungen zur bildenden Kunst aufzuzeigen, so Gusenbauer.

Zu sehen sind u.a. Werke von Liv Strömquist aus Schweden, von der auch das Festival-Sujet - eine frech zwinkernde Madonna - stammt, oder als „Klassiker“ des im Vorjahr verstorbene Guillermo Mordillo aus Argentinien mit seinen charakteristischen knollennasigen Männchen. Aus Österreich finden sich im Programm etwa Peng, Stefanie Sargnagel oder Zeichnungen der Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger, die als Illustratorin begonnen hat.

Man soll aber nicht nur durch Galerien flanieren, sondern auch mitmachen: Beim „Suuuper Sonntag“ lassen sich Künstler beim Zeichnen über die Schultern schauen. Vorträge, Workshops für jedes Alter und ein dreitägiges Symposium der Kunstuni runden das Programm ab. Letzteres ist ebenfalls gratis und endet mit einem Zeichenworkshop von Peng, der sich der Frage widmet: „Wie wird aus einer Katze eine komische Katze?“.

Festivalzentrum ist mit 28 Ausstellungen das Kulturquartier. Insgesamt gibt es zwölf Locations. Die Galerie Buchinger-Pöhlmann in Linz etwa präsentiert Mordillo, in der Grottenbahn ist eine Ausstellung des Leipziger Künstlers Blexbolex zu sehen. Die Galerie der Stadt Traun zeigt Arbeiten des deutschen Mangakünstlers David Füleki, der dort auch live zeichnet, im Röda in Steyr stellt der Wiener Illustrator Stay Gold aus und im Turm 9 in Leonding geht es um den „Hund im Comic“.


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