Terrormiliz IS reklamierte Anschlag in Afghanistan für sich

Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat den Anschlag auf eine Gedenkveranstaltung in Afghanistan mit mindestens 31 Toten für sich reklamiert. Die Terrorgruppe veröffentlichte am Freitag ein Foto der beiden Attentäter vor einer Flagge des IS in den sozialen Netzwerken.

Demnach hätten die beiden Männer die Gedenkveranstaltung in der afghanischen Hauptstadt Kabul unter anderem mit Maschinengewehren, Handgranaten und Granatwerfern angegriffen.

Die Echtheit der Erklärung ließ sich zunächst nicht überprüfen. Sie wurde jedoch über die üblichen Kanäle des IS im Internet verbreitet. Rita Katz, Direktorin der auf Online-Propaganda von Extremisten spezialisierten Site Intelligence Group, sprach von einem Bekennerschreiben. Ziel des IS sei es, so viel Instabilität wie möglich nach dem USA-Taliban-Abkommen zu säen.

Bei dem Anschlag wurden 61 weitere Personen verletzt. Es handelte sich um eine Gedenkveranstaltung für einen ehemaligen schiitischen Anführer. Der IS hat in der Vergangenheit bereits zahlreiche Anschläge vor allem auf schiitische Moscheen, Stadtbezirke und Versammlungen in Afghanistan verübt. Die sunnitischen Extremisten sehen Schiiten als Abtrünnige an.

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