Rodionov unterlag Pablo Cuevas - Uruguay stellte auf 1:1

Der 20-jährige Jurij Rodionov hat am Freitagabend seinen ersten Sieg im Davis Cup knapp verpasst. Der Niederösterreicher unterlag in Premstätten bei Graz dem Weltranglisten-60. Pablo Cuevas nach 2:39 Stunden 7:6(7)3:6,6:7(5), womit Uruguay in diesem Länderkampf der Weltgruppen-Qualifikationsrunde auf 1:1 stellte. Dennis Novak hatte Österreich mit 6:2,6:4 gegen Martin Cuevas in Führung gebracht.

Novak fand in der Steiermarkhalle rasch den richtigen „Touch“. Er nahm Uruguays Nummer zwei gleich einmal dessen ersten beide Service-Games ab und zog auf 4:0 davon. Der Lokalmatador selbst sah sich im gesamten Match nur einem Breakball gegenüber, brachte seinen Aufschlag aber auch da durch. Cuevas gestaltete Satz zwei ausgeglichener, doch nach letztlich 78 Minuten saß der fünfte Matchball.

Die Ineffizienz mit 17 Chancen für drei Breaks war ein Punkt, mit dem Novak nicht zufrieden war. „Im zweiten Satz habe ich viele Breakchancen gehabt. Bei den meisten hat er sehr, sehr gut serviert. Da habe ich nicht viel machen können. Das kann dann immer kippen“, stellte Novak fest. „Aber ich habe das echt gut nach Hause gespielt. Vom Spielerischen, vom Fokus her war es eine sehr ansprechende Leistung.“

Das war u.a. auf eine gute Service-Quote des Weltranglisten-85. zurückzuführen, der Vergleich Winner zu unerzwungenen Fehlern fiel mit 19:31 jedoch klar negativ aus. Am Netz punktete Novak überhaupt nicht. Dennoch war er vor allem aufgrund der Startphase mit sich recht zufrieden: „Ich bin richtig gut ins Match gestartet. Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben, dann habe ich vorneweg gespielt.“

Der Erfolg gegen die Nummer 487 der Weltrangliste war Novaks siebenter Sieg in seinem zehnten Davis-Cup-Match bzw. -Einzel sowie sein dritter Erfolg im Teambewerb en suite. Als zusätzliche Maßnahme zu den schon üblichen Vorsichtsmaßnahmen in der Coronavirus-Problematik waren die Spieler übrigens vom Schweizer Referee Andreas Egli angewiesen worden, sich die Handtücher selbst zu holen.

Am Samstag stehen ab 13.00 Uhr (live ServusTV) ein Doppel und zwei weitere Einzel auf dem Programm, Novaks zweiter Auftritt ist da im vorletzten Einzel in einem Duell der Nummer-1-Spieler gegen den Weltranglisten-60. Pablo Cuevas geplant. Sein Bruder Martin ist im Ranking dagegen bloß 487. Der Gewinner des Länderkampfs qualifiziert sich für das von 18 Teams bestrittene Madrider Finalturnier (23. bis 29. November).


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