Norweger Riiber schließt Weltcup mit 14. Saisonsieg ab

Jarl Magnus Riiber hat am Samstag beim nach der Absage von Schonach zum Weltcup-Finale gewordenen Bewerb in Oslo auch zum Abschluss triumphiert. Der neuerliche Weltcup-Gesamtsieger feierte am Holmenkollen seinen schon 14. Saisonsieg. Der Norweger absolvierte die 10-km-Loipe in 23:59,9 Minuten und verwies Fabian Rießle (GER) um 54,1 und Ilkka Herola (FIN) um 54,8 Sekunden auf die Plätze.

Bester Österreicher wurde in Abwesenheit des verletzten Franz-Josef Rehrl diesmal Lukas Greiderer, der sich vom 17. Rang nach dem Springen noch auf Platz zehn nach vor arbeitete. Auf Riiber fehlten ihm 1:36,3 Minuten. Mit Thomas Jöbstl, Lukas Klapfer, Martin Fritz und Philipp Orter landete ein Österreicher-Paket auf den Rängen 17 bis 19 bzw. 21.

Riiber hat seine sensationelle Saison mit 14 aus 17 Siegen beendet. Der 22-jährige Lokalmatador hatte schon im Springen überzeugt, als er trotz Verkürzung des Anlaufs um zwei Luken die Höchstweite stand. Nur Vinzenz Geiger (2 Siege) und Aktio Wataba (1) haben die Hegemonie Riibers in Saisonverlauf durchbrochen.

Für Österreichs Kombinierer, die u.a. den nach einer Kreuzband-OP die ganze Saison fehlenden Mario Seidl vorgeben musste, reichte es nur zu zwei Podestplätzen. Franz-Josef Rehrl wurde in Oberstdorf Dritter, Lukas Greiderer/Martin Fritz landeten im Val di Fiemme im Team-Sprint ebenfalls auf Platz drei.

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Für Österreichs Sportlichen Leiter für Nordische Kombination und Skispringen, Mario Stecher, eine nachvollziehbare Bilanz. „Es war von Anfang an eine relativ schwierige Saison für die ganze Mannschaft. Wir haben doch einige Ausfälle zu verkraften mit Mario Seidl mit dem Kreuzbandriss, Berni Gruber, der nie richtig gesund gewesen ist, und am Schluss hat sich auch noch Franz-Josef Rehrl verletzt“, erklärte der Steirer. Mit einigen Leuten könne man aber durchaus zufrieden sein, bei Thomas Jöbstl und auch Martin Fritz sei Einiges weitergegangen. „Aber wenn dir die ersten drei vorne wegbrechen, schaut das Ergebnis insgesamt nicht so aus wie erwartet.“

Stecher wollte der Saisonanalyse nicht allzu sehr vorgreifen, aber: „Wir müssen uns wieder klar werden, dass man in beiden Disziplinen ganz vorne mitmischen muss. Abstriche in der einen oder anderen Disziplin sind nicht wünschenswert.“

Der Weltcup hätte ursprünglich erst kommende Woche in Schonach enden sollen, doch der wegen Schneemangels und zu warmen Temperaturen abgesagte Termin fand keinen Ersatzort.


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