Marach/Melzer holen im Davis Cup gegen Uruguay 2:1-Führung

Österreichs aktuelles Parade-Tennisdoppel im Davis Cup hat den Pflichtpunkt gegen Uruguay gemacht. Oliver Marach und Jürgen Melzer besiegten am Samstag in Premstätten bei Graz Pablo Cuevas und Ariel Behar aber erst nach Satzrückstand und 2:05 Stunden 4:6,6:3,7:5. Damit stellten die beiden Routiniers auf 2:1 und gaben Dennis Novak für den Anschluss die Chance auf das entscheidende 3:1.

„Ein Kampf auf Biegen und Brechen“, bilanzierte Melzer. „Wir haben es am Anfang verabsäumt, ein Break zu machen. Wir haben es dann aber sehr gut gelöst. Wir haben versucht, auf unsere Chance zu warten und haben sie genützt. Auf diesen Sieg können wir stolz sein.“ Der 38-Jährige baute seine Position als Österreichs Davis-Cup-Rekordspieler mit dem Einsatz in seinem schon 38. Länderkampf weiter aus.

Marach war auch wichtig, dass er sich diesmal unweit seiner Geburtsstadt Graz besser präsentiert hat als im September 2018 in der Messe Graz, als er und Melzer beim 3:1-Erfolg über Australien die eine ÖTV-Niederlage beisteuerten. Auch diesmal habe er mit einem schlampigen Service-Game begonnen. „Dann haben wir aber richtig gut ins Match gefunden. Es war wichtig, dass wir einfach drangeblieben sind.“

Bis Mitte des zweiten Satzes hatten Marach/Melzer gebraucht, um richtig gut in die Partie zu finden. Nach solidem Beginn brachte ein Service-Verlust Marachs zum 2:3 die Südamerikaner in eine bessere Position für den so wichtigen Doppelpunkt. Bis 4:3 in Durchgang zwei ging es danach mit dem Service. Dann gelang es den Lokalmatadoren, Behar den Aufschlag abzunehmen und in Folge auszuservieren.

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Ähnlich der Verlauf des dritten Satzes, in dem Behar in seinem ersten Davis-Cup-Einsatz seit 2016 bei 5:5 das Break zulassen musste. Diese Chance ließen sich die nun aggressiver und konsequenter agierenden Marach und Melzer nicht entgehen. Pablo Cuevas trat danach mit der Belastung von knapp fünf Match-Stunden gegen Novak an, nachdem er am Freitag Jurij Rodionov in drei Sätzen besiegt hatte.

Für ein im Fall einer Novak-Niederlage letztes Schluss-Einzel fühlte sich Jurij Rodionov bereit. Der Niederösterreicher hatte gegen Pablo Cuevas Krämpfe bekommen, sich aber erholt. Ob der 20-Jährige auch aufgestellt würde, liegt an ÖTV-Kapitän Stefan Koubek. Der Gewinner des Länderkampfs zieht wie elf andere Sieger dieser Weltgruppen-Qualifikationsrunde ins Madrider Finalturnier (23. bis 29. November) ein.


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