Erstmals fast 100 Fälle in Österreich bekannt

Die Zahl der Covid-19-Patienten in Österreich ist im Vergleich zum Vortag stark gestiegen: Bis Sonntag, 8.00 Uhr, waren 99 positiv getestete Personen bekannt, geht aus Angaben des Gesundheitsministeriums hervor. Am Samstagabend lag die Zahl bei 81. In ganz Österreich wurden bisher 4.509 Personen auf das neuartige Coronavirus getestet.

Die Gesamtzahl der Fälle in Wien ist indes um neun auf 32 gestiegen. Unter den Patienten ist auch eine Mitarbeiterin eines kleinen Privatkindergartens in Wien-Ottakring. Diese Betreuungseinrichtung bleibt nun für zwei Wochen geschlossen, wie Corina Had von der Wiener Berufsrettung berichtete.

In Niederösterreich wurden am Sonntagvormittag acht weitere Fälle bestätigt. Erstmals betroffen sind auch die Bezirke Hollabrunn und Bruck an der Leitha, teilte der Sanitätsstab in einer Aussendung mit.

Betroffen sind in Niederösterreich 31 Personen, in Wien 32, in Tirol acht, in der Steiermark ebenfalls acht, in Salzburg und Oberösterreich je sieben, im Burgenland vier sowie im Vorarlberg und Kärnten je eine Person. Zwei Patienten sind von Covid-19 genesen. Am 25. Februar waren zum ersten Mal in Österreich (Innsbruck) zwei Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

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Unterdessen sorgt das von Deutschland verhängte Ausfuhrverbot für medizinische Hilfsmittel für Probleme mit Nachlieferungen für Österreich: Der „Kurier“ meldet, dass eine Lkw-Ladung voller Atemschutzmasken an der deutschen Grenze an der Einreise nach Oberösterreich gehindert worden sei. Der Fall wurde von Gerhard Hasenöhrl, dem Leiter der Pressestelle des Landes Oberösterreich, bestätigt: „Wir kennen den Fall seit Donnerstag.“ In Oberösterreich würden die Masken in den Spitälern dringend gebraucht, erklärte Hasenöhrl. Man habe die Angelegenheit an die zuständigen Ministerien im Bund abgetreten.

In der Schweiz hat das deutsche Ausfuhrverbot nach einem Bericht der „NZZ am Sonntag“ schon zu diplomatischen Spannungen geführt. Die Eidgenossenschaft hat den deutschen Botschafter vorgeladen und sei auch schon bei den Ministerien in Berlin vorstellig geworden. Die deutschen Behörden seien mit Nachdruck aufgefordert worden, die blockierten Sendungen umgehend freizugeben. So soll derzeit ein Lastwagen mit 240.000 Schutzmasken von den deutschen Zollbehörden daran gehindert werden, in die Schweiz zu fahren. Laut dem Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft wäre das kein Einzelfall.


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