Folkwang Museum ist deutsches „Museum des Jahres“

Deutschlands Kunstkritiker haben das Folkwang Museum in Essen zum „Museum des Jahres“ gewählt. Die deutsche Sektion des Internationalen Kunstkritikerverbands AICA begründete die Entscheidung am Sonntag damit, dass das Haus immer wieder seine bedeutende Sammlung mit thematisch aktuellen Sonderausstellungen verbinde.

Das sei auch bei der derzeit laufenden Schau „Der montierte Mensch“ der Fall. So sei eine thematische Präsentation von Kunstwerken zusammen mit archäologischen und ethnologischen Stücken zu sehen. Die Krupp-Stiftung ermöglicht Besuchern des Essener Museums freien Eintritt.

Zur „Ausstellung des Jahres“ kürten die Kritiker die Schau „Palast der Republik“ in der Kunsthalle Rostock. Dort werde die Geschichte des gleichnamigen einstigen und mittlerweile abgerissenen SED-Prachtbaus in Berlin leicht verständlich und wissenschaftlich sachlich dargestellt. Zeitgenössische Künstler setzten sich mit dem Gebäude und seiner Bedeutung kritisch auseinander.

Den Titel „Besondere Ausstellung“ erhielt die Schau „The Making of Husbands: Christina Ramberg in Dialogue“ am Berliner Ausstellungsort Kunst-Werke. Dort wurde das bisher wenig untersuchte Werk der Chicagoer Malerin Christina Ramberg gezeigt und in Bezug zu anderen Exponaten unterschiedlichster Formen gestellt.

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In der deutschen AICA-Sektion sind rund 200 Autoren, Journalisten und Publizisten vertreten. Die drei undotierten Auszeichnungen werden jährlich vergeben. International wirken in dem Verband rund 6.000 Kritiker mit.


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