KAC vor Aus in EBEL - Salzburg und Wien führen 2:1

Titelverteidiger KAC steht vor dem Aus in der ersten Play-off-Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL). Die Klagenfurter verloren am Sonntag ihr Heimspiel gegen die Black Wings Linz 2:3 und liegen in der Viertelfinal-Serie (best of seven) 0:3 hinten. Ebenfalls nur noch ein Sieg fehlt Bozen gegen Znojmo. Red Bull Salzburg und die Vienna Capitals stellten indes auf 2:1.

Die Black Wings waren in Klagenfurt erneut die effizientere Mannschaft. Rick Schofield (10.) aus einem Nachschuss und Marco Brucker (13.) in Überzahl verwerteten innerhalb kurzer Zeit zwei der wenigen ihrer hochkarätigen Chancen. Die Offensivreihen der Klagenfurter kamen hingegen trotz guter Ansätze lange nicht zur Entfaltung, hatten bei einem Stangenschuss (18.) allerdings auch Pech.

Im Mitteldrittel erzielte Torjäger Brian Lebler (34.) mit einer sehenswerten Direktabnahme in 5:3-Überzahl sogar das 3:0 für die Gäste. Der KAC kam aber noch einmal zurück in die Partie. Denn noch vor Drittelende ließ Andrew Kozek (38.) die Gastgeber Hoffnung schöpfen, ehe ihm kurz nach Wiederbeginn (41.) im Powerplay auch noch der Anschlusstreffer gelang. Daraufhin blieben die Rotjacken weiter am Drücker, der Ausgleich blieb jedoch aus.

Damit steht der Meister mit dem Rücken zur Wand. Ein 0:3 in einer „best of seven“-Serie hat in Österreich bisher erst einmal ein Team aufgeholt, das waren 2010 im Halbfinale gegen Wien die Linzer gewesen. Die Linzer können also am Dienstag in der eigenen Halle den Sack zumachen.

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Salzburg legte gegen den zuletzt in Villach deklassierten VSV einen souveränen 4:0-Heimsieg nach. Mit Florian Baltram (19.) und Mario Huber (30./PP) sorgten zwei junge Österreicher für eine 2:0-Führung der favorisierten „Bullen“. In der Schlussphase schossen Peter Hochkofler (58.) und Michael Schiechl (59./EN/SH) noch eine klaren Erfolg heraus.

Die Capitals ließen beim 3:2 gegen die Graz99ers in einer erneut ausgeglichenen Partie zunächst zahlreiche Chancen ungenutzt. Die Grazer schrieben hingegen durch Daniel Oberkofler (22.) in Überzahl an. In der 46. Minute glichen die Wiener durch Marc-Andre Dorion ebenfalls mit einem Mann mehr doch noch aus. Damit war der Bann gebrochen, denn Verteidiger Dorion (50.) mit seinem zweiten Tor und kurz darauf Ty Loney (51.) stellten den Heimsieg sicher.

Bozen gewann mit dem 3:2 auch die dritte Partie gegen Znojmo, die nach dem Tausch des Heimrechts wegen des Coronavirus-Ausbruchs in Italien erneut in Tschechien in Szene ging. Die Südtiroler haben nun am Dienstag in der eigenen, wegen der Coronavirus-Vorkehrungen leeren Halle die Chance auf den schnellstmöglichen Aufstieg.


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